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Rhön will Sternenpark touristisch nutzen - "Dunkelheit ist sexy"

Mit dem neuen Gütesiegel als Sternenpark will das Biosphärenreservat (BR) Rhön mehr Besucher anlocken. Die Anerkennung soll für die touristische Vermarktung genutzt werden, sagte Torsten Raab, Leiter der hessischen Verwaltungsstelle des BR Rhön.
Die Nachtaufnahme zeigt die Radarstation auf der Wasserkuppe.

Die Nachtaufnahme zeigt die Radarstation auf der Wasserkuppe.

© Arnulf Müller

Gersfeld. "Der Sternen-Tourismus ist in der Rhön ausbaubar." Die Region hatte von einem Fachverband aus den USA am Donnerstag die Anerkennung erhalten. Es ist die zweite dieser Art in Deutschland. Das BR Rhön darf sich Sternenpark nennen, weil es dort am Himmel nachts besonders dunkel ist, wie Messungen ergeben haben.

"Wir wollen mit Sternenführungen, Veranstaltungen, Buchungspaketen und vielem mehr das Thema vermitteln. Jetzt ist Kreativität gefragt. Viele Menschen wird das Sternen-Thema begeistern", sagte Raab. Um Touristen die Schönheit des Sternenhimmels in tiefschwarzer Nacht im Drei-Länder-Eck näher zu bringen, würden bereits Sternenführer ausgebildet. "Bei Astronomen und Fachpublikum hat die Rhön ohnehin hohen Stellenwert", sagte Raab. Es habe bereits in den Vorjahren eine wachsende Nachfrage beobachtet.

Damit der Sternenpark-Effekt noch stärker wird, wurden Beleuchtungsrichtlinien erarbeitet. So soll Energie gespart und Licht reduzierter eingesetzt werden. Der Schein soll vor allem nicht unnötig himmelwärts abstrahlen. "Wir haben den Kommunen bei den Vorbereitungen für den Sternenpark nebenbei kostenlose Energieberatungen gegeben, wie sie Geld sparen können", sagte Projekt-Initiatorin Sabine Frank am Freitag.

Dennoch gab es im Vorfeld einen "Krieg der Sterne", wie Frank sagte. Die Stadt Geisa in Thüringen habe vehement ihre Unterstützung verweigert. Sie habe auch bei dem Verband in den USA einen Antrag gestellt, damit das Projekt scheitere. Die Begründung: Eine verringerte Beleuchtung beeinträchtige die Lebensqualität. Außerdem seien negative Rückmeldungen von Gewerbetreibenden zu befürchten. "Ich habe aber leider auch nicht die Möglichkeiten bekommen, das Projekt in Geisa vorzustellen. Ich wurde dargestellt wie eine Irre, die überall das Licht in der Rhön ausknipsen will", sagte Frank.

Der Geisaer Bürgermeister Martin Henkel (CDU) gab die Vorwürfe zurück: "Unsere Bedenken wurden ignoriert. Wir hatten angeregt, die Grenzen des Sternenparks anders zu setzen. Wir befürchten auch: Alles was anfangs freiwillig für eine Schutzzone passiert, könnte später mal ein Zwang werden."

Die Hobby-Astronomin Frank hat großen Anteil an der Anerkennung als Sternenpark. "Der Sternenhimmel berührt Menschen einfach. Es gibt viele Anfragen selbst von Menschen aus dem eher hellen Rhein-Main-Gebiet, die an nächtlichen Führungen in der stockfinsteren Rhön teilnehmen möchten. Ich finde: Dunkelheit ist sexy."

dpa


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