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Fußball

Public Viewing: Terrorgefahr vorhanden

Die Gefahr von Terrorattacken besteht während der Fußball-EM auch beim Public Viewing in Hessen. Einen konkreten Verdacht auf geplante Attentate gibt es laut Sicherheitsbehörden zwar nicht - aber ein abstraktes Risiko. Das wirkt sich auch auf die Partykultur aus.
Public Viewing in der Innenstadt von Frankfurt am Main.

Public Viewing in der Innenstadt von Frankfurt am Main.

© Boris Roessler/Archiv

Wiesbaden/Frankfurt/Main. Fußball-Fans müssen während des Public Viewings in Hessen mit der abstrakten Gefahr von Terroranschlägen leben. Europa und damit auch Deutschland stehe im Zielspektrum des islamistischen Terrorismus, teilte das Bundeskriminalamt mit. Die jüngsten Anschläge in Nachbarländern belegten die Gefahr. "Konkrete Hinweise auf eine Gefährdung der UEFA EURO 2016 liegen uns derzeit jedoch nicht vor", sagte eine Sprecherin in Wiesbaden der Deutschen Presse-Agentur.

Die Europameisterschaft beginnt am Freitag in Frankreich. Zum ersten Spiel der deutschen Mannschaft gegen die Ukraine am Sonntag (21.00 Uhr) wird es erste Party-Events mit gemeinsamem Fußballschauen in der Öffentlichkeit geben. Das größte Public Viewing Hessens findet in der Frankfurter Commerzbank-Arena statt. 20 000 Fans werden erwartet.

Ein Sprecher des Hessischen Landeskriminalamtes sagte am Mittwoch in Wiesbaden: "Grundsätzlich dürfen wir uns in unserer offenen Gesellschaft nicht durch die bestehende Gefährdungslage, wie sie aktuell durch den Terrorismus besteht, verängstigen lassen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen und dürfen sich in Hessen sicher fühlen." Gleichwohl sei es wichtig, dass bei verdächtigen Vorkommnissen die Polizei alarmiert werde.

Für das Public Viewing in der Commerzbank-Arena in Frankfurt wird es laut Veranstalter "nicht mehr Kontrollen als sonst auch" geben. "Die Sicherheitsvorkehrungen sind auf einem hohen Standard", versicherte Patrik Meyer, Geschäftsführer der Arena-Betreibergesellschaft. Er zählt Fußballstadien im Vergleich zu Bahnhöfen zu den eher sicheren Orten während der EM. Nichtsdestotrotz wird es intensive Personen- und Taschenkontrollen an den Eingängen der Arena geben. Trotz der hohen Besucherkapazität von bis zu 50 000 Fans sieht Meyer "keinen speziellen Grund, warum das Public Viewing ein besonderes Ziel" für Anschläge sein könnte. "Wir haben keine Angst", betonte Meyer.

Der Sicherheitsaufwand sei geringer als bei Bundesligaspielen von Eintracht Frankfurt, wenn etwa rivalisierende Fan-Gruppen aufeinander treffen. Bei Eintracht-Spielen seien allein 600 Sicherheitsleute im Einsatz. Beim Public Viewing werde es die Hälfte sein. Großes Augenmerk werde in Frankfurt darauf gelegt, dass keine Pyrotechnik ins Stadion geschleust werde, sagte Meyer.

Zumindest ein unsicheres Gefühl haben viele Fußball-Fans derzeit in Deutschland. Die Angst vor Terrorattacken wirkt sich auch auf die Partykultur zur EM aus. Knapp ein Drittel (30 Prozent) der an Fußball interessierten Erwachsenen wird aus Furcht vor Anschlägen öffentliche Plätze meiden und die Spiele nicht auf Großleinwänden verfolgen. Die Mehrheit (59 Prozent) will sich den Spaß am Public Viewing allerdings nicht verderben lassen, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab. Elf Prozent machten keine Angaben.

Das Bundeskriminalamt und die französische Regierung hatten bereits vor möglichen Terrorangriffen im EM-Land gewarnt. Seit den Anschlägen in Paris im November, bei dem unter anderem während des Länderspiels Frankreich-Deutschland vor dem Stade de France in Saint-Denis mehrere Sprengsätze gezündet wurden, ist das Land im Ausnahmezustand.

Der Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen, Martin Schäfer, sagte zum potenziellen Anschlagsrisiko: "Es besteht in jüngster Zeit eine latente Gefahr in Deutschland." Deswegen werde es auch in kleineren Städten wie Fulda "eine erhöhte Polizeipräsenz" geben. "Wir wollen aber keine Hysterie erzeugen und die Menschen einengen." Das Sicherheitskonzept werde der innenpolitischen Lage angepasst. Auch wenn es keine konkreten Hinweise auf Ungemach gebe, werde die Polizei "für den Fall der Fälle vorbereitet sein".

Ein Polizeisprecher in Kassel sagte, dass die Sicherheitskonzepte nach den Anschlägen von Paris angepasst worden seien. Auch die Vorbeugung von Diebstählen oder Übergriffen sei im Konzept berücksichtigt. "Die Beamten sind sensibilisiert", sagte der Sprecher. Die Feiernden könnten sich zudem darauf einstellen, dass Kontrollen aktuell häufiger möglich seien als noch in jüngster Vergangenheit.

dpa


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