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Kriminalität

Mutmaßlicher Händler der Münchner Amokwaffe festgenommen

Der mutmaßliche Händler der Münchner Amokwaffe aus dem Darknet ist gefasst. Zusammen mit dem 31-Jährigen wurde in Marburg auch eine Frau festgenommen. Ihre Rolle war zunächst aber unklar.
Eine «Glock 17», eine Waffe vom gleichen Typ hatte der Amokläufer in München.

Eine «Glock 17», eine Waffe vom gleichen Typ hatte der Amokläufer in München.

© B. Roessler/Archiv

Frankfurt/München. Mit einem im Darknet fingierten Waffengeschäft haben Ermittler den mutmaßlichen Verkäufer der Amok-Waffe von München gefasst. Gemeinsam mit dem 31-Jährigen wurde am Dienstag in Marburg auch eine Frau festgenommen. Ihre Rolle und ihr Verhältnis zu dem mutmaßlichen Waffenhändler waren aber zunächst unklar. Einzelheiten zu dem Fall wollen die Generalstaatsanwaltschaft und das Zollfahndungsamt Frankfurt am Mittwoch bekannt geben.

Eine Spezialeinheit des Zollkriminalamts Köln hatte den Mann bei dem Scheingeschäft in der Nähe des Marburger Busbahnhofs gefasst. Er sollte am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden.

Der 31-Jährige hat den Ermittlungen zufolge dem Amokschützen von München die Pistole verkauft, mit der dieser neun Menschen und sich selbst tötete. Bei dem Scheingeschäft stellten sie die bestellte Maschinenpistole, eine Pistole und Munition sicher, für die ein Preis von insgesamt 8000 Euro vereinbart worden war. Der Mann trug in einem Schulterholster zudem eine geladene Pistole bei sich.

Bei der Anbahnung des fingierten Geschäfts hatte er gestanden, dem Amokschützen die verwendete Pistole und die Munition bei zwei Treffen verkauft zu haben. Seine Angaben decken sich mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München und des Bayerischen Landeskriminalamts.

Ermittlungen gegen einen 17 Jahre alten Schüler aus Nordhessen und einen 62 Jahre alten Buchhalter aus Nordrhein-Westfalen hatten die Strafverfolger auf die Spur des mutmaßlichen Waffenhändlers gebracht. Der Jugendliche und der Mann sollen Schusswaffen und Munition bei dem Waffenhändler erworben und die Geschäfte über das Darknet angebahnt haben. Bei dem fingierten Geschäft nutzten die Ermittler den Kontakt des Waffenhändlers zu dem Buchhalter.

dpa


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