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Minister Rhein: Landesmuseum Darmstadt ist nun "topmodern"

Nach sieben Jahren Pause und einer Rundumsanierung öffnet das hessische Landesmuseum Darmstadt an diesem Wochenende wieder. "Es ist gelungen, aus einem 100-jährigen Museum ein topmodernes Haus zu machen", sagte Wissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein (CDU) am Mittwoch.
Museumsdirektor Theo Jülich in einem Raum des «Block Beuys».

Museumsdirektor Theo Jülich in einem Raum des «Block Beuys».

© F. Rumpenhorst

Darmstadt. "Das Landesmuseum Darmstadt ist ein echtes Flaggschiff hessischer Kultur. So eine unglaubliche Sammlung gibt es in Deutschland auch kein zweites Mal."

Direktor Theo Jülich meinte, das Museum habe mit seiner Bandbreite - zum Beispiel Kunstgeschichte, Naturgeschichte, Gemäldegalerie, Grafische Sammlung - deutschlandweit ein "unverwechselbares Profil". Rund 100 000 Exponate seien zu sehen, zwanzig Prozent mehr als bisher - "vom Elefantenskelett bis zum kleinen Käfer". Das Universalmuseum sei in der Lage, auch im Zeitalter des Internets konkurrieren zu können. Für einen eingehenden Besuch des großen Hauses müssten 14 Tage einkalkuliert werden.

Die Kosten für die Sanierung sind, wie zuletzt erwartet, um insgesamt rund 60 Prozent auf etwa 80 Millionen Euro gestiegen. "Ich glaube nicht, dass wir so etwas heute noch mal stemmen könnten", sagte Rhein. Laut hessischem Baumanagement ging es bei der Sanierung hauptsächlich um Brandschutz. "Allein 680 Rauchmelder sorgen dafür, dass die Sicherheit des Menschen an erster Stelle steht", sagte Baumanagement-Direktor Thomas Platte.

Nach einem Festakt mit Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) an diesem Donnerstag (11.9.) ist die Wiedereröffnung für diesen Samstag (13.9.) geplant, der Eintritt ist auch noch am Sonntag frei. "Das Museum kehrt in die Öffentlichkeit zurück", sagte Jülich.

Das größte Objekt ist der "Block Beuys" des deutschen Künstlers Joseph Beuys (1921-1986). "Das finden sie auf der ganzen Welt kein zweites Mal", sagte Rhein. Das kleinste Exponat ist ein Blattkäfer aus der Grube Messel. Die reine Ausstellungsfläche erhöhte sich um rund 1500 Quadratmeter auf 9000 Quadratmeter, ergänzt um 3000 Quadratmeter mit Museumsshop, Pädagogikräumen und Bibliothek.

In Hessen gibt es neben Darmstadt noch zwei andere Landesmuseen in Wiesbaden und Kassel. Auch dort habe es bereits Verbesserungen gegeben, sagte Rhein. "Wir werden aber auch noch investieren. Die Landesmuseen stehen alle für etwas Besonderes."

dpa


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