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Wissenschaft

Menschen mit HIV kämpfen noch immer gegen Vorurteile

Dank moderner Therapien haben HIV-Positive eine ähnlich hohe Lebenserwartung wie andere Menschen. Dennoch haben viele Infizierte noch immer Probleme - unter anderem bei der Arztsuche.
Menschen mit HIV haben oft Schwierigkeiten, einen Arzt zu finden.

Menschen mit HIV haben oft Schwierigkeiten, einen Arzt zu finden.

© Arne Dedert/Archiv

Frankfurt/Main. Menschen mit einer HIV-Infektion haben nach Ansicht von Experten noch immer gegen Vorurteile und Diskriminierung zu kämpfen. Selbst einen Arzt zu finden, sei für viele Betroffene schwierig. "Es gibt immer noch sehr, sehr viel Ängste und Ablehnung im Umgang mit HIV-Positiven", sagte der Geschäftsführer der Aids-Hilfe Hessen, Klaus Stehling, zum Welt-Aids-Tag an diesem Dienstag (1. Dezember). Regierung und Opposition riefen in Wiesbaden zu mehr Toleranz auf.

"Um das Leben der Betroffenen zu erleichtern, müssen Unwissenheit und Vorurteile verschwinden", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Ralf-Norbert Bartelt. Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Daniela Sommer, forderte mehr Solidarität mit Infizierten.

Die Grünen im Landtag riefen zu mehr Prävention und Aufklärung auf. "Jede Neuinfektion ist eine zu viel", sagte ihr gesundheitspolitischer Sprecher Marcus Bocket. Gesundheitsminister Stefan Grüttner (CDU) warnte davor, in den Bemühungen um Vorbeugung, Aufklärung und Früherkennung nachzulassen.

Tatsächlich sterben in Hessen immer weniger Menschen an Aids. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes in Wiesbaden erlagen im vergangenen Jahr 31 Männer und 13 Frauen den Folgen ihrer HIV-Erkrankung. Das waren vier weniger als 2013. "Seit dem Jahr 2000 ist für die Todesfälle ein deutlich rückläufiger Trend zu beobachten", stellen die Statistiker fest.

Die Lebenserwartung sei durch die Mitte der 1990er Jahre eingeführte Kombinationstherapie deutlich gestiegen. Gut 36 Prozent aller im Jahr 2014 an Aids Gestorbenen wurden zwischen 50 und 60 Jahre alt, weitere 16 Prozent 60 Jahre und älter. 1989 hatte nur knapp ein Fünftel der Erkrankten den 50. Geburtstag erlebt.

Die Zahl der HIV-Patienten, die stationär im Krankenhaus behandelt werden musste, ist ebenfalls zurückgegangen. 159 Menschen mit dieser Diagnose wurden im vergangenen Jahr in eine Klinik aufgenommen. Das waren knapp ein Drittel oder 71 Menschen weniger als im Vorjahr. Zugleich war das nach 2012 (149 Patienten) die niedrigste Zahl seit dem Jahr 2000 (698 Patienten).

Mehr als 6200 Menschen lebten nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) Ende 2014 mit HIV oder Aids in Hessen - mehr als 1200 davon ohne Diagnose. Der Großteil (rund 4200 Menschen) hat sich dem RKI zufolge bei homosexuellem Geschlechtsverkehr infiziert.

Nach Einschätzung der Aids-Hilfe Frankfurt werden Infizierte selbst in Arzt- oder Zahnarztpraxen oft als Risiko begriffen. Dabei sei bei den medizinischen Hygienevorschriften eine Ansteckung nicht möglich. Die Landeszahnärztekammer hält das für Einzelfälle unter den rund 6000 hessischen Dentisten. "Wir versuchen die Ärzte natürlich aufzuklären", sagte Sprecherin Annette Borngräber.

Der jährliche Welt-Aids-Tag macht sich auch in der Arbeit der Beratungsstellen bemerkbar: Rund um den Welt-Aids-Tag ließen sich deutlich mehr Menschen testen als sonst, sagt Stehling. Nach dem HIV-Geständnis von Hollywood-Star Charlie Sheen ("Two and a half Men") hätten auch deutlich mehr Menschen einen Test gemacht.

dpa


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