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Kriminalität

LKA hofft bei mutmaßlichem Serienmörder auf Hinweise

Lebte ein Serienmörder jahrzehntelang unerkannt im Rhein-Main-Gebiet? Hinweise darauf haben Ermittler bei fünf getöteten Prostituierten und dem Schüler Tristan gefunden. Sie halten aber auch noch mehr Taten für möglich. Gab es Mitwisser?
Kriminalpsychologe Rudolf Egg. Foto: Kriminologische Zentralstelle Wiesbaden/Archiv

Kriminalpsychologe Rudolf Egg. Foto: Kriminologische Zentralstelle Wiesbaden/Archiv

Wiesbaden. Ein mutmaßlicher Serienmörder aus dem Rhein-Main-Gebiet hat möglicherweise mehr als sechs Taten begangen. Konkrete Ermittlungsansätze gibt es derzeit bei fünf Tötungsdelikten an Prostituierten und bei dem grausamen Mord an dem Frankfurter Schüler Tristan 1998. Der 2014 im Alter von 67 Jahren gestorbene Rentner könne jedoch womöglich noch für weitere Fälle verantwortlich sein, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) am Donnerstag in Wiesbaden.

Trotz des Tods des mutmaßlichen Serienmörders könnten die Fälle nach Einschätzung eines Fachmanns noch strafrechtliche Folgen haben. "Nur weil er tot ist, hat sich das strafrechtlich noch nicht unbedingt erledigt", sagte der Wiesbadener Kriminalpsychologe Rudolf Egg der Deutschen Presse-Agentur. Denn der Mann könne Helfer oder Mitwisser gehabt haben, die seine Taten stillschweigend duldeten.

Die Parallele zwischen den Morden an Prostituierten und dem gewaltsamen Tod des Schülers sei sicherlich mit dem Vorgehen des Täters zu erklären, sagte Egg. Die Analyse habe ergeben, dass der Mörder "so profiliert, so speziell vorgegangen ist, dass dies nicht einfach Zufall sein kann". Zwar erscheine es ungewöhnlich, dass ein Täter, der auf Prostituierte fixiert ist, auch einen Jungen umbringe, dies hänge aber vom Opferprofil des Täters ab. Möglicherweise sei es diesem darum gegangen, Menschen in einer bestimmten Art zu ängstigen, zu terrorisieren, zu quälen und Trophäen zu sammeln.

Nach dem Tod des 67-Jährigen im Sommer 2014 hatten Angehörige in einer von ihm gemieteten Garage in Schwalbach am Taunus Fässer mit Leichenteilen gefunden. Die Tote wurde später als Prostituierte aus dem Frankfurter Rotlichtmilieu identifiziert, die vermutlich mehr als zehn Jahre zuvor getötet worden war.

Ein Serientäter könne nicht dauernd morden, sondern brauche Opfer und Zeit für die Vorbereitung seiner Taten, sagte Egg. "Es gibt sicher Phasen, in denen er nur davon träumen kann, so etwas wieder zu machen." In solchen Zeiten habe er sich möglicherweise an seinen Trophäen berauscht. "Er wollte das bei sich haben, um eben diese Glücksgefühle zu verlängern", sagte Egg mit Blick auf die Leichenteile in der Garage. Möglicherweise habe er auch einige verspeist. "Das wäre nur noch ein weiterer Schritt." Ein Raub- oder Eifersuchtsmörder wolle mit seinem Opfer nichts mehr zu tun haben. Dieser mutmaßliche Täter habe zehn Jahre Zeit gehabt, die Leichenteile verschwinden zu lassen, es aber nicht getan.

Die Fahnder sehen derzeit laut Medienberichten unter anderem bei zwei Tötungsdelikten an Prostituierten aus den Jahren 1991 und 1993 konkrete Hinweise auf mögliche Parallelen. Im Sommer 1991 hatte ein Pilzsammler nahe Hofheim eine Tote entdeckt. Der damaligen Obduktion zufolge war die 36 Jahre alte Gisela S. aus Wiesbaden erdrosselt worden. Im Winter 1993 fanden städtische Reinigungsarbeiter in Frankfurt den Torso der 32 Jahre alten Dominique M.. Die Obduktion ergab, dass sie einen Stich ins Herz erlitten hatte.

dpa


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