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Wissenschaft

Grippewelle: Lage in einigen Kliniken Hessens wieder entspannter

In einzelnen hessischen Kliniken hat sich die Lage wegen der Grippewelle etwas entspannt, aber nach wie vor gibt es viele aktuelle Krankheitsfälle. Von einer Trendwende könne noch nicht gesprochen werden, sagte Brigitte Wagner, Geschäftsführerin des Klinikverbunds Hessen, am Mittwoch.
Die Lage in Hessens Krankenhäusern entspannt sich.

Die Lage in Hessens Krankenhäusern entspannt sich.

© Arno Burgi/Archiv

Frankfurt/Main. "Entwarnung gibt es nicht." Vor allem bei Kindern verlaufe die Grippe häufig schwer, viele müssten stationär behandelt werden.

In der vergangenen Woche wurden bundesweit über 7000 neue Influenzafälle gemeldet. Das teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des Robert Koch Instituts in Berlin mit. Es gibt aber eine hohe Dunkelziffer, da nicht jeder Fall gemeldet wird.

Es deute vieles darauf hin, dass die Grippewelle in Hessen ihren Höhepunkt erreicht habe, sagte der Epidemiologe Helmut Uphoff vom Landesprüfungs- und Untersuchungsamt für das Gesundheitswesen in Dillenburg. Etwa alle fünf bis zehn Jahre gebe es eine derart hohe Zahl von Erkrankungen.

"Wir sind wieder aufnahmebereit", sagte eine Sprecherin des Sana Klinikums Offenbach. Ende vergangener Woche seien wegen Überfüllung keine Aufnahmen in die internistischen Abteilung möglich gewesen. Anfang dieser Woche habe sich die Lage gebessert.

Auch in Fulda wird seit Ende vergangener Woche ein Rückgang der Zahl neuer Grippefälle beobachtet, zumindest bei erwachsenen Patienten. Allerdings gebe es Probleme, weil derzeit auch viele Patienten mit ansteckenden Magen- Darmerkrankungen behandelt und gesondert untergebracht würden, sagte eine Sprecherin.

In den Kinderkliniken dagegen gebe es sehr viele Neuaufnahmen, berichteten die Sprecherinnen. Um Ansteckungen zu vermeiden, gebe es in den Kliniken schon im Eingang Hinweise und Spender mit Desinfektionslösung zur Reinigung der Hände, sagte Wagner. Überall werde appelliert, auf das Händeschütteln zu verzichten. Im Klinikum Frankfurt-Höchst trägt das Personal auf den Stationen Mundschutz.

dpa


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