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Wetter

Gewitterfront verursacht hohe Schäden in Hessen

Innerhalb von Minuten stehen Keller und Straßen unter Wasser, Hagel zerstört Felder, Blitze setzen Gebäude in Brand. Wieder ist ein Unwetter über Hessen hinweggefegt. Schwer getroffen hat es diesmal auch die Landwirtschaft.

Frankfurt/Offenbach. Mit Blitz, Donner, heftigem Regen und Hagel hat eine erneute Gewitterfront in der Nacht zum Montag landesweit Schäden angerichtet. Keller und Straßen wurden überflutet, Ackerpflanzen zerstört, eine Bahnstrecke musste gesperrt werden. Vor allem im Odenwald fiel innerhalb von zwölf Stunden mehr Regen als sonst im ganzen Monat. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Obwohl das Unwetter längst nicht so stark wütete wie in den Nachbarländern Baden-Württemberg und Bayern, verzeichnen allein die Landwirte in Hessen Schäden in Millionenhöhe.

Vor allem Ackerbaukulturen fielen dem Hagel, Wind und Regen zum Opfer, wie ein Sprecher der Vereinigten Hagelversicherung in Gießen berichtete. Landwirte hätten rund 1000 Hektar Fläche mit einer Versicherungssumme von mindestens zwei Millionen Euro als beschädigt gemeldet. "Ich bin vor Kurzem 80 Jahre alt geworden, aber einen Hagel dieser Menge und Stärke habe ich noch nie erlebt", sagte Ernst Deul, Landwirt in Wiesbaden-Kloppenheim. Getroffen habe es seine Erdbeer- und Kirschernte.

Am meisten Niederschlag gab es in Birkenau im Kreis Bergstraße, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. In der südhessischen Gemeinde fielen innerhalb von zwölf Stunden pro Quadratmeter 82 Liter Regen und damit elf Liter mehr als durchschnittlich in Hessen im gesamten Monat Mai.

In Hirschhorn trat der Neckar nach Angaben der Feuerwehr vom Montag über die Ufer. Die dortige Bundesstraße 37 sei gesperrt worden, die Altstadt mit Sandsäcken gesichert. Der ausgedehnte Regen ließ die Pegel auch an anderen Flüssen im Land ansteigen, vor allem im Süden und im Bereich des Fuldaoberlaufs, wie das zuständige Landesamt berichtete.

Unter anderem in Biblis, Bürstadt, Lampertheim, Bensheim und Viernheim liefen Keller voll Wasser. In Schotten-Sichenhausen (Vogelsbergkreis) wurden die Dorfbewohner erneut von einer Schlammlawine heimgesucht. Erst am Freitag waren dort acht Häuser von Schlamm und Wasser geflutet worden, darunter das Dorfgemeinschaftshaus. Bei Neuhof ging laut Polizei eine kleine Schlammlawine von einem Acker ab. Bei Gersfeld und Hilders (Kreis Fulda) waren zwei Straßen wegen umgestürzter Bäume nicht mehr passierbar, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Auch Blitze sorgten für Schäden: In Erzhausen (Kreis Darmstadt-Dieburg) brannte eine Scheune vermutlich nach einem Blitzeinschlag nieder, den Sachschaden bezifferte die Polizei auf rund 460 000 Euro. In Rodgau (Kreis Offenbach) setzte ein Blitz ein Haus in Brand und machte es unbewohnbar, wie die Feuerwehr berichtete. Die Schadenshöhe war zunächst nicht bekannt.

Nach Blitzeinschlägen kam es im Stellwerk Niederdorfelden (Main-Kinzig-Kreis) zu einer Störung. Die Bahn sperrte daraufhin die Strecke der Niddertalbahn zwischen Nidderau und Bad Vilbel, wie ein Sprecher sagte. Auf der Strecke Frankfurt-Süd nach Frankfurt-Ost konnten für die Nacht vorgesehene Oberleitungsarbeiten nicht erledigt werden und mussten am Montagmorgen angegangen werden. In Wirbelau (Landkreis Limburg-Weilburg) fiel kurzfristig der Strom aus.

Nach Angaben des DWD bleibt es noch die gesamte Woche über wechselnd bewölkt mit Schauern und Gewittern. Bereits am Wochenende hatten Unwetter Schäden angerichtet, unter anderem im Rhein-Main-Gebiet. Der Landrat des Main-Taunus-Kreises, Michael Cyriax, sprach am Montag von einem "der schlimmsten Unwetter dieser Art in den vergangenen Jahrzehnten".

dpa


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