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Literatur

Gewinner des Deutschen Buchpreises wird gekürt

Wer bekommt in diesem Jahr den Deutschen Buchpreis? Sechs Werke stehen zur Auswahl.
Winkler ist mit "Hool" einer der Kandidaten für den Deutschen Buchpreis.

Winkler ist mit "Hool" einer der Kandidaten für den Deutschen Buchpreis.

© Hendrik Schmidt/Archiv

Frankfurt/Main. Der Gewinner des Deutschen Buchpreises 2016 wird am Montagabend in Frankfurt bekanntgegeben. Es geht dabei um die beste literarische Neuerscheinung des Jahres im deutschsprachigen Raum. Der Sieger wird vor der Frankfurter Buchmesse von einer Jury ermittelt.

Ins Finale haben es fünf Autoren und eine Autorin aus Deutschland und Österreich geschafft: Reinhard Kaiser-Mühlecker ("Fremde Seele, dunkler Wald"), Bodo Kirchhoff ("Widerfahrnis"), André Kubiczek, ("Skizze eines Sommers"), Thomas Melle ("Die Welt im Rücken"), Eva Schmidt ("Ein langes Jahr") und Philipp Winkler ("Hool").

Kirchhoff beschreibt in seinem Buch, wie die Leidenschaft unverhofft über ein resigniertes Paar hereinbricht. Melle schildert in "Die Welt im Rücken" seine manisch-depressive Erkrankung. Mit "Hool" hat Winkler seinen ersten Roman vorgelegt, er beschreibt darin die Hooligan-Szene. In "Skizze eines Sommers" erzählt Kubiczek von einem Jugendlichen in der DDR während sieben Wochen sturmfreier Bude.

Mit Reinhard Kaiser-Mühlecker und Eva Schmidt sind auch zwei Autoren aus Österreich vertreten: Er schildert in "Fremde Seele, dunkler Wald" den Konflikt zweier Brüder und den Niedergang ihres väterlichen Hofs. Sie erzählt in "Ein langes Jahr" von stillen Nöten und spärlichen Freuden normaler Menschen - und Hunde.

Am Montagabend wird die siebenköpfige Jury in Frankfurt ihr Geheimnis lüften. Der Sieger erhält 25 000 Euro, die übrigen fünf Autoren der Shortlist bekommen je 2500 Euro. Für den Deutschen Buchpreis haben Verlage aus Deutschland, der Schweiz und Österreich 178 Neuerscheinungen eingereicht. Vor der Shortlist hatte die Jury eine 20 Titel umfassende Longlist erstellt.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Dachbranche des Deutschen Buchhandels seit dem Jahr 2005 vergeben. Er hat sich zur wichtigsten Auszeichnung der Branche entwickelt. Im vergangenen Jahr gewann Frank Witzel den Preis mit seinem Roman "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969".

dpa


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