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Theater

Geld für Festspiele genehmigt

Der erste Schritt aus der Krise ist gemacht: Der Magistrat hat den Bad Hersfelder Festspielen benötigte Etatmittel verschafft. Nach den Vorwürfen gegen Intendant Wedel ist die Saison 2016 aber noch in Gefahr. Wedel will eine Klarstellung aus der Politik - und Vertrauen.

Bad Hersfeld. Nach dem Eklat um die Freigabe von Finanzmitteln für die Bad Hersfelder Festspiele ist der Stadtpolitik beim Krisenmanagement ein wichtiger Schritt gelungen. Der Magistrat gab in einer Sitzung am Montagabend die dringend benötigten rund 176 000 Euro frei, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Das Geld sei bereitgestellt worden, damit die Vorbereitungen in diesem Jahr für die Sommer-Saison 2016 fortgeführt werden können.

Am Freitag hatte Intendant Dieter Wedel das Programm für seine zweite Spielzeit nach erfolgreicher Debütsaison nicht vorstellen können. Überraschend waren Unklarheiten zur Finanzierung entstanden. Der Theater-Macher hatte zwangsläufig einen Planungsstopp verkündet.

Trotz des Bemühens des Magistrats, den Riss in der Vorbereitung zu kitten, ist die Saison noch nicht gerettet. Star-Regisseur Wedel sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Diese Festspiele liegen mir wirklich am Herzen, aber ich kann nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und bin extrem sauer." Denn aus dem Stadtparlament seien ihm Etat-"Tricksereien" vorgehalten worden.

Wedel betonte angesichts der kommunalpolitischen Ränkespiele der Fraktionen vor der kommenden Kommunalwahl 2016: "Ich bin nicht der Bär, der sich am Nasenring durchs Dorf treiben lässt. Die Festspiele dürfen nicht für Stadtpolitik missbraucht werden." Er erwarte von allen Fraktionen Rückendeckung für seine Pläne, sonst könne er auch sofort oder nach Ende der Saison 2016 aufhören.

Als Bedingung für die Fortsetzung seiner Arbeit erwartet Wedel nach eigenen Worten "eine Erklärung" der gemeinsamen SPD- und Grünen-Fraktion mit einer Klarstellung, die ihm wieder das nötige Vertrauen ausspricht. "Ich lasse mir keine Tricksereien vorhalten." Zudem müsse ein Runder Tisch initiiert werden, an dem Vertreter aller Fraktionen sitzen, mit der Festspielleitung zusammenarbeiten und eine Wiederholung solcher Zusammenstöße verhindern. Bürgermeister Thomas Fehling (parteilos) und der Kulturausschuss-Vorsitzende Thomas Handke (SPD) hätten dafür bereits Zustimmung signalisiert.

Auslöser des großen Krachs war ein kommunalpolitischer Streit um das Defizit von rund 176 000 Euro, das in der zurückliegenden Saison entstanden war. In der Stadtverordnetenversammlung gab es dazu am Donnerstagabend eine Vorlage, den erhöhten Finanzbedarf nachträglich zu genehmigen. SPD und Grüne forderte aber eine Überprüfung durch das städtische Rechnungsprüfungsamt. Wegen des blockierten Geldes, das für Ausgaben in diesem Jahr gebraucht werde, sei es zu einer "faktischen Haushaltsperre" gekommen, wie Fehling erklärt hatte.

Der Prüfungsprozess für den 2015 überzogenen Etat sei am Montag begonnen worden, sagte der kaufmännische Festspielleiter Stefan Pruschwitz. "Wir brauchen jetzt einen schnellen Schulterschluss aller politischen Kräfte, damit die Saisonvorbereitungen weitergehen können." Der geplante Termin für den Start des Kartenvorverkaufs am 14. November könne aber nicht eingehalten werden. Wenn alles gut läuft, kann er etwa eine Woche später beginnen, wie Pruschwitz sagte.

Wenn der Schulterschluss zwischen Festspielleitung und Stadtpolitik gelingt, kann Intendant Wedel sein Programm präsentieren. Bislang nennt er es nur seinen "Wunschzettel". Darauf steht unter anderem Arthur Millers "Hexenjagd" und erstmals für Bad Hersfeld das Musical "My Fair Lady".

dpa


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