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Verkehr

Fußgänger und Radfahrer verlangen mehr Platz im Verkehr

Radfahrer und Fußgänger in Hessen fordern gemeinsam mehr Platz im Straßenverkehr. "Der Radverkehr soll sich entfalten, aber nicht auf Kosten des Fußverkehrs", sagte der Geschäftsführer des ADFC Hessen, Norbert Sanden, am Donnerstag in Frankfurt.
Ein Schild am Beginn einer Fußgängerzone.

Ein Schild am Beginn einer Fußgängerzone.

© Jan Woitas/Archiv

Frankfurt/Main. "Wir können und wollen gut miteinander auskommen." Der ADFC und die Fußgänger-Vertretung FUSS fordern gemeinsam Tempo 30 in Städten und breite Radwege auf den Fahrbahnen. Gebraucht würden auch genügend Abstellmöglichkeiten und fahrradfreundliche Ampelschaltungen.  

"Wir sind gezwungen, uns viel zu geringe Flächen zu teilen", sagte Sylke Petry von FUSS in Hessen. Damit seien Konflikte zwischen Radlern und Passanten vorprogrammiert. "Fahren gehört auf die Straße, Gehen auf den Gehweg." Unter dem Motto "Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern sind vermeidbar!" wollen die beiden Interessensvertretungen künftig enger zusammenarbeiten.

Jeder dritte Weg im Alltag werde zu Fuß zurückgelegt, sagte Petry. Der Anteil des Radverkehrs in Frankfurt habe sich in den letzten 25 Jahren vervierfacht und mache inzwischen 13 bis 15 Prozent aus, sagte Sanden. Die letzten Zahlen für ganz Hessen stammten von 2008 und seien daher nicht aussagekräftig.

Der ADFC fordertet die schwarz-grüne Landesregierung auf, sich für den Rad- und Fußgängerverkehr und Tempo 30 einzusetzen. "Die neue Landesregierung hat bislang nichts getan, worüber man überhaupt reden könnte", kritisierte Sanden. Die im Koalitionsvertrag angekündigte AG Nahmobilität habe noch nicht getagt. Andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern seien beim Radverkehr viel weiter. Dies gelte auch für den Fußverkehr, sagte Petry. In Baden-Württemberg etwa könnten Kommunen jetzt ihre Fußverkehrsinfrastruktur unter die Lupe nehmen.

Wie sollen die Radwege aussehen? Bordsteinradwege bürgen für Radler und Fußgänger erhebliche Nachteile und Gefahren, gerade weil sie meist nicht breit genug seien, erklärten beide Seiten. Zudem seien Radfahrer auf diesen Wegen für Autofahrer etwa an Ausfahrten oft schlecht erkennbar. In den meisten Städten seien Radverkehrsführungen auf der Fahrbahn die bessere Variante.

"Entscheidend für die Sicherheit der Radler ist aber die Breite der Schutz- und Radfahrstreifen", gab Sanden zu bedenken. "Bei zu schmalen Streifen fühlen sich viele Autofahrer ermutigt, Radfahrer mit nur wenigen Zentimetern Seitenabstand zu überholen, indem sie, vermeintlich korrekt, dicht an die Linie heranfahren." Der Überholabstand müsse aber immer 1,50 Meter betragen.

"Mehr Platz bedeutet normal viel Platz", sagte Sanden. "Man muss als Fußgänger auch mal nebeneinander laufen können." Daher sollte auch der ruhende Verkehr in den Blick genommen werden. In einigen Straßen müssten Fußgänger wegen vieler parkender Autos hintereinander gehen. "Es geht aber nicht nur um die Infrastruktur, sondern auch um eine Verhaltensänderung", sagte Sanden. Auch Radfahrer sollten mit angemessener Geschwindigkeit fahren.

Der Automobilclub von Deutschland (AvD) hält Tempo 30 nur in Wohngebieten für sinnvoll, weil sonst der Gesamtverkehr behindert werde. "Der öffentliche Verkehrsraum steht aber natürlich erstmal jedem zur Verfügung", sagte AvD-Sprecher Herbert Engelmohr. "Wir sind gegen Sonderrechte." Dies beinhalte allerdings auch, dass Radfahrer keine Rechte hätten, rote Ampeln zu ignorieren.

dpa


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