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Prozesse

Frau bestellt Waren auf den Namen einer geistig Behinderten

Auf den Namen einer geistig Behinderten hat eine Frau Verträge abgeschlossen und Waren bestellt, ohne zu bezahlen. Das Amtsgericht Frankfurt ging von 19 Fällen aus und verurteilte die 26-Jährige deshalb am Montag zu einem Jahr und zehn Monaten Gefängnis auf Bewährung.

Frankfurt/Main. Innerhalb von zwei Monaten hatte sie unter anderem Kleidung und Hygieneartikel bestellt und Verträge für vier Mobiltelefone abgeschlossen. Die behinderte Frau wurde mit Rechnungen und Mahnungen überzogen.

Erst als deren gesetzlicher Betreuer davon mitbekam, wurden Strafanzeige gegen die Angeklagte gestellt und die Kaufverträge widerrufen. Angeklagte und Opfer hatten sich offenbar beim Hundeausführen in einem Park kennengelernt. Der Schaden für die Firmen belief sich auf rund 5500 Euro.

"Ich wollte mir auch einmal etwas leisten können", sagte die Frau vor Gericht. Zuvor hatte sie noch bestritten, die Behinderte vorsätzlich geschädigt zu haben. Erst als der Vorsitzende Richter eine Haftstrafe ohne Bewährung in Aussicht stellte, entschloss sie sich zu einem umfassenden Geständnis. Als Bewährungsauflage legte das Gericht 250 gemeinnützige Arbeitsstunden fest.

dpa


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