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Verkehr

Frankfurt erprobt Tempo 30 nachts auf Hauptverkehrsstraßen

Frankfurt erprobt auf vier Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 bei Nacht. "Mit dem Verkehrsversuch wollen wir Erkenntnisse darüber gewinnen, was den lärmgeplagten Anwohnern dieser Straßen hilft und wie wirksam Tempo 30 bei Nacht die Lärmbelastung für die Bürger reduzieren kann", teilte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) am Mittwoch mit und bestätigte damit einen Bericht des Hessischen Rundfunks (hr).
Am 22. Juni startet der Verkehrsversuch mit Tempo 30.

Am 22. Juni startet der Verkehrsversuch mit Tempo 30.

© A. Dedert/Archiv

Frankfurt/Main. Der Versuch erstreckt sich aber nicht auf die gesamten Hauptverkehrsadern, sondern auf Abschnitte der vier Straßen.

Beginn ist am Pfingstmontag (25. Mai). Dann wird aber zunächst noch der Ausgangszustand bei Tempo 50 ermittelt. Erst von 22. Juni an gilt dann von 22.00 bis 6.00 Uhr Tempo 30. Bis Ende Juli werden das Verkehrsaufkommen, die Geschwindigkeit und der Lärm gemessen. Ob der Verkehr auf andere Straßen ausweicht wird bis Ende Juni 2016 untersucht.

Der grüne Verkehrsminister Tarek Al-Wazir hatte den Weg für den Versuch frei gemacht und dem Antrag zugestimmt. "Die Herabsetzung der innerörtlichen Höchstgeschwindigkeit wird immer wieder als Mittel diskutiert, den Verkehr sicherer zu machen und die Lärm- und Abgasbelastung zu reduzieren", sagte Al-Wazir am Mittwoch.

In Darmstadt gilt bereits seit Mai 2012 auf einer Hauptverkehrsstraße - der Heinrichstraße - nachts Tempo 30. Dies war zuvor ein Jahr lang erprobt worden. Die Geschwindigkeitsbegrenzung habe sich bewährt, sagte ein Sprecher der Stadt. Beschwerden gebe es nicht, weitere Anträge seien derzeit nicht geplant.

Die ehemalige schwarz-gelbe Landesregierung hatte einen solchen Versuch 2012 in Frankfurt nicht erlaubt. Der damalige Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) stoppte Ende August einen bereits für den 1. September geplanten Modellversuch und genehmigte das Tempolimit nur für einen Straßenabschnitt der Höhenstraße im Stadtteil Bornheim.

Eine wesentliche Ursache für die Lärmbelastung in Städten ist der Straßenverkehrslärm, begründete Majer am Mittwoch den Test. "Besonders an den Hauptverkehrsstraßen, die durch stark verdichtete Wohngebiete führen, werden die Schwellenwerte deutlich überschritten."

Das nächtliche Tempo-Limit soll auf der Nibelungenallee - einem Teil des Alleenrings - gelten, sowie auf einem Stück der Eschersheimer Landstraße südlich des Alleenrings (zwischen Cronstettenstraße und Eschenheimer Tor), auf der Lange Straße (Ostend) und am rechten Mainufer in der City (Mainkai/Untermainkai/Schöne Aussicht).

dpa


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