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Kriminalität

Ermittler rätseln über Motiv für Gesichtsverstümmelung

Nach der Gesichtsverstümmelung an einem jungen Mann rätseln die Ermittler weiter über das Motiv für die Bluttat in Schlüchtern. Derzeit laufen noch die Spurenauswertungen und Zeugenbefragungen, wie Oberstaatsanwalt Jürgen Heinze am Donnerstag sagte.
Versiegelte Tür.

Versiegelte Tür.

© OsthessenNews/Archiv

Schlüchtern. Der festgenommene mutmaßliche Täter sitzt in U-Haft und schweigt zu dem horrorfilm-trächtigen Vorfall.

Die Staatsanwaltschaft Hanau rechnet mit einer Anklageerhebung in zwei bis drei Monaten, mit einem Prozess in vier bis sechs Monaten, wie Heinze sagte. Verhandelt würde der Fall vor der Jugendstrafkammer wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Der 19-Jährige soll am Freitagabend einem 18 Jahren alten Besucher in seiner Wohnung in Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) mit einem Messer Ohren, Nasenflügel und Augenlider abgetrennt und mit einem spitzen Gegenstand in die Augäpfel und den Hals gestochen haben. "Diese Form der Gewalt haben die Ermittlungsbehörden hier noch nicht erlebt", sagte Heinze. Es gebe keine Hinweise auf die Beteiligung eines zweiten Täters.

Das Opfer liegt in einer Spezialklinik - Zustand unverändert. Der Mann schwebt zwar nicht mehr in Lebensgefahr, ist aber nicht vernehmungsfähig.

dpa


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