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Prozesse

Ehedrama endet mit zwölf Jahren Haft wegen Totschlags

Zu zwölf Jahren Haft wegen Tötung seiner schwangeren Ehefrau hat das Landgericht Wiesbaden einen 41-Jährigen Mann verurteilt. Der Vorsitzende Richter Jürgen Bonk stufte die Tat am Freitag als Totschlag ein, auch wenn die Staatsanwaltschaft lebenslang wegen Mordes gefordert hatte.
Der Angeklagte wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

Der Angeklagte wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

© Uli Deck/Archiv

Wiesbaden. Der Angeklagte hatte seine 38-jährige Ehefrau, die von einem anderen Mann im siebten Monat schwanger war, im Juni vergangenen Jahres erwürgt.

Das Paar wollte sich trennen und war in einen bitteren Sorgerechtsstreit um seine zwei Kinder verstrickt. Für den Mann zeichnete sich vor dem Familiengericht eine Niederlage ab. "Sie haben den Kindern sowohl die Mutter wie den Vater genommen", sagte Richter Bonk zum Angeklagten.

In seiner ausführlichen Begründung zeichnete er ein alltägliches Ehedrama nach. Zwei "gegensätzliche Charaktere" kommen 1998 zusammen: Er angepasst, unflexibel; sie kontaktfreudig und offen. Man lebt auf engem Raum bei seinen Eltern in Wiesbaden-Erbenheim. Wegen der Kinder, geboren 2001 und 2005, bleiben die Eheleute zusammen, bis sie im Oktober 2013 die Trennung beschließen. Trotzdem wohnen sie weiter in einem Raum, was der Richter "selbstzerstörerisch" nennt.

Der Streit um die Kinder kocht vor dem Familiengericht hoch. "Die Anwälte beider Seiten trugen nicht zu De-Eskalation bei", kritisierte Bonk. Als der Ehemann erkennen muss, dass die Kinder nicht bei ihm bleiben werden, setzen bei ihm Gewaltfantasien ein.

"Die Kammer hat keinen Zweifel daran, dass die Tat geplant war", sagte Bonk. Der Mann suchte im Internet nach möglichen Verstecken für eine Leiche, nach Baustellen oder Brücken. Er lieh sich gezielt einen Wagen über Nacht zum angeblichen Probefahren. Am Tatabend schlug er nach eigenen Angaben seine Frau erst mit einem Hammerstiel, dann erwürgte er sie. Die Leiche legte er in einem Steinbruch ab.

Der Angeklagte habe nicht im Affekt gehandelt und sei schuldfähig, hatte einen Gutachterin in der Hauptverhandlung gesagt. Die Kammer hielt ihm seine "emotionale Verstrickung", die Liebe zu seinen Kindern zugute, um auf Totschlag, nicht auf Mord zu erkennen. Strafverschärfend wirkte, dass der Angeklagte den Tod des ungeborenen, voll lebensfähigen Kindes in Kauf nahm. Die Verteidigung hatte acht Jahre Haft gefordert.

dpa


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