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Notfälle

Bombenentschärfung: 900 Menschen und drei Museen betroffen

Die Fliegerbombe im Flussbett ist zwar klein, liegt aber direkt am Frankfurter Museumsufer. Für die Entschärfung müssen daher etliche Vorkehrungen getroffen werden.
Städel Museum.

Städel Museum.

© Heiko Wolfraum/Archiv

Frankfurt/Darmstadt. Damit eine Fliegerbombe am Frankfurter Museumsufer am Sonntag entschärft werden kann, müssen rund 900 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Außer den Wohnhäusern wird auch ein Hotel evakuiert. Drei Museen müssen vorübergehend schließen, wie Polizeisprecher Andrew McCormack am Donnerstag sagte. Betroffen sind neben dem Kunstmuseum Städel auch das Liebieghaus mit seiner Skulpturensammlung und das Museum für Kommunikation sowie - auf der nördlichen Mainseite - das Hotel InterContinental.

Alle Bewohner in einem Umkreis von rund 300 Metern um den Fundort der 50-Kilo-Bombe müssen am Sonntag bis 9.30 Uhr ihre Wohnungen verlassen haben. Die Straße am Mainufer wird gesperrt. Mit Beeinträchtigungen des öffentlichen Nahverkehrs muss ebenfalls gerechnet werden. Die rund 900 Anwohner sowie die Hotelgäste können bis zum Ende der Entschärfung entweder im Gewerkschaftshaus nahe des Nordufers oder in einer Turnhalle in Sachsenhausen unterkommen.

Der Kampfmittelräumdienst aus Darmstadt wird den Sprengkörper etwa ab 12.00 Uhr aus dem Main bergen. Das dauert nach Einschätzung der Polizei etwa eine Stunde. Für die eigentliche Entschärfung per Ferntechnik sind dann etwa zwei Stunden geplant. "Es wird einen Knall geben", warnt McCormack. "Einige werden sich sicherlich erschrecken." Am Nachmittag gegen 15.00 oder 16.00 Uhr soll die Entschärfung vorbei sein.

Rettungstaucher der Feuerwehr hatten den Blindgänger am Dienstagvormittag bei einer Tauchübung unter Wasser entdeckt. Er liegt in unmittelbarer Nähe des Städel und der Fußgängerbrücke Holbeinsteg im Wasser. Von der Fliegerbombe gehe nach Einschätzung des Kampfmittelräumdienstes derzeit aber keine Gefahr aus. Die Wasserschutzpolizei bewacht den Fundort bis zur Entschärfung rund um die Uhr.

Um die Absperrung, Bergung und Entschärfung vorzubereiten, wurde bereits am Donnerstag der Holbeinsteg gesperrt. Auch der Rad- und der Fußweg zwischen Friedens- und Untermainbrücke auf der Südseite des Mains sind nicht mehr passierbar.

dpa


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