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Aufräumarbeiten nach Orkan "Niklas": Schäden gering

Umgeknickte Bäume, ausgefallene Flüge, demolierte Autos - Orkan "Niklas" hat Hessen ordentlich durchgewirbelt. Doch die Schäden halten sich nach einer ersten Bilanz in Grenzen.
Umgestürztes Baugerüst in der Innenstadt von Frankfurt.

Umgestürztes Baugerüst in der Innenstadt von Frankfurt.

© Jürgen Mahnke

Frankfurt/Main. Nach Angaben der Polizei stürzten zwar im ganzen Land auch am Mittwoch noch vereinzelt Bäume und Verkehrsschilder um, die Feuerwehren hatten die Lage jedoch im Griff und begannen mit den Aufräumarbeiten.

Fast überall registrierten die Behörden lediglich Sachschäden. Nur auf einem Campingplatz in Bad Karlshafen (Kreis Kassel) wurden drei Menschen verletzt, als mehrere Campingwagen umkippten. Dabei erlitten eine 34 Jahre alte Frau schwere, ihr 32-jähriger Partner und ihre 13 Jahre alte Tochter leichte Verletzungen. Im Werra-Meißner-Kreis wurden Straßen gesperrt, weil sie durch herabgestürzte Dach-Ziegel blockiert waren.

Der Bahnverkehr lief unterdessen "relativ normal" an, wie ein Bahnsprecher sagte. Auf allen Strecken fuhren wieder Züge. Gestrandete Reisende, die die Nacht an den Bahnhöfen in Kassel und Fulda in bereitgestellten Zügen verbracht hatten, konnten weiterfahren. Nachdem am Frankfurter Flughafen am Dienstag noch 185 von rund 1300 geplanten Flügen gestrichen wurden, sollten am Mittwoch nur noch 44 ausfallen. Auch das zwischenzeitlich unterbrochene Frankfurter Volksfest "Dippemess" hatte wieder geöffnet.

Selbst in den hessischen Wäldern hat Orkan "Niklas" nach einer ersten Einschätzung der zuständigen Landesbehörde keine gravierenden Schäden verursacht. "Er hat zwar ordentlich gepustet, aber der Wald hat gut standgehalten", sagte ein Sprecher von Hessen-Forst. "Wir gehen davon aus, dass der Sturm "Niklas" deutlich weniger Schäden verursacht hat als der Sturm "Kyrill"", sagte ein Sprecher des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft in Berlin.

Dennoch warnte der Hessen-Forst auch für die kommenden Tagen noch vor Waldspaziergängen. In den Kronen der Bäume hingen abgebrochene Äste, die jederzeit herunterfallen und Menschen schwer verletzen könnten. "Niklas" war am Dienstag mit Böen von bis zu 192 Stundenkilometern über Deutschland, Österreich und die Schweiz hinweggefegt.

dpa


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