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Auf ins kühle Nass: Hessens Seen haben gute Wasserqualität

Wasserratten können sich freuen: In fast allen Badeseen, Strand- und Naturbädern in Hessen ist die Qualität des Wassers gut. Nur im Perfstausee in Mittelhessen ist das Schwimmen derzeit verboten.
Die Wasserqualität hessischer Badeseen ist gut.

Die Wasserqualität hessischer Badeseen ist gut.

© Uwe Zucchi/Symbol

Wiesbaden. Messungen hätten ergeben, dass die Grenzwerte für Coli-Bakterien und Enterokokken überschritten worden seien, sagte Winfried Staudt vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie am Dienstag in Wiesbaden. In den anderen Seen gebe es aktuell keine Probleme. Einige der 65 hessischen Badestellen öffnen aber erst im Juni oder Juli.

Wie aus dem am Dienstag in Kopenhagen veröffentlichten Badegewässerbericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) hervorgeht, hat sich die Wasserqualität in fünf hessischen Gewässern 2013 sogar im Vergleich zum Vorjahr verbessert, darunter ist auch die Ulmbachtalsperre im Westerwald, an der 2012 das Baden noch verboten war. Nur bei drei Gewässern verschlechterte sich die Wasserqualität.

57 der 63 Badestellen, für die im vergangenen Jahr Daten vorlagen, erhielten die höchste Qualitätsstufe und sind damit "ausgezeichnet". Eine laut EU-Bericht "gute" Wasserqualität bieten immerhin noch vier Seen: Im Landkreis Gießen verbesserten sich der Trais-Horloffer-See um eine Stufe, der Wißmarer See in Wettenberg blieb gleich, der Dutenhofener Badesee in Wetzlar verlor sein "ausgezeichnet" aus 2012, ebenso wie die Edertalsperre Asel-Süd in Voehl.

Der Große Pfordter See in Schlitz im Vogelsberg erreicht wie im Vorjahr nur ein "ausreichend". Einziger Ausreißer im Bundesland ist der Perfstausee in Breidenstein, dessen Wasserqualität von "ausreichend" auf "schlecht" abrutschte. Eine neu angemeldete und eine sanierte Badestelle wurden nicht bewertet, da die Daten über vier Jahre vorliegen müssen.

Um als EU-Badesee anerkannt zu sein, müssen die Gesundheitsämter regelmäßig den Gehalt von Coli-Bakterien und Enterokokken kontrollieren. Beide Bakterien kommen in der natürlichen Darmflora von Menschen und Tieren vor. Wenn aber Enterokokken über Wunden in den Körper gelangen, können sie schwere Erkrankungen auslösen. Werden Bakterien aus den beiden Gruppen in Gewässern nachgewiesen, deutet das auf eine Verunreinigung mit fäkalienhaltigen Abwässern hin.

Das ist offenbar auch im Perfstausee der Fall: Keime aus der Kanalisation könnten über den Oberlauf der Perf in den See gelangt sein, teilte die Perfstausee-Betreiber GmbH mit. Auch eine Verunreinigung mit Vogelkot sei möglich. Ob der See in diesem Jahr noch einmal für's Baden freigegeben werden könne, sei fraglich.

dpa


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