Navigation:
ABOplus Anzeigen- und Abo-Service

Syrien

Journalisten aus den USA und Frankreich getötet

In der umkämpften syrischen Oppositionshochburg Homs sind am Mittwoch zwei ausländische Journalisten getötet worden. Nach Angaben der in London ansässigen syrischen Beobachtungsgruppe für Menschenrechte handelt es sich um eine US-Amerikanerin und einen Franzosen.
Kämpfe in Syrien gehen weiter. Zwei Journalisten wurden getötet.

Kämpfe in Syrien gehen weiter. Zwei Journalisten wurden getötet.

© dpa

Paris/Washington/Damaskus. Sie seien bei einem Angriff auf das seit Wochen belagerte Viertel Baba Amro ums Leben gekommen, sagte der Leiter der Organisation, Rami Abdel Rahman. Die französische Regierung bestätigte den Tod.

Aktivisten berichteten, dass die Reporterin und der Fotograf ein Medienzentrum der Oppositionellen besucht hätten, als dieses attackiert wurde. Beide seien noch unter dem Schutt des Gebäudes begraben. Wegen der andauernden Angriffe könnten sie nicht geborgen werden, hieß es.

Nach Angaben von Aktivisten aus Homs wurden mindestens drei weitere westliche Journalisten bei dem Beschuss auf den Stadtteil verletzt. Von syrische Truppen abgeschossene Granaten seien auf einem Gebäude gelandet, wo sich unter anderem ein Brite und eine Französin aufgehalten hätten. Die französische Reporterin müsse dringend ärztlich versorgt werden, sagte Omar Homsi. „Das ist absolut erschütternd“, kommentierte der französische Kulturminister Frédéric Mitterrand die Berichte aus Homs.

Bei den Getöteten handelt es sich nach Angaben aus Paris um die US-Amerikanerin Mary Colvin und den für die Agentur IP3 Press arbeitenden französischen Fotoreporter Rémi Ochlik. Die französische Tageszeitung „Le Figaro“ bestätigte, dass ihre Reporterin Edith Bouvier unter den Verletzten ist.

Bereits im Januar war in Syrien der französische Journalist Gilles Jacquier ums Leben gekommen. Er wurde bei einem Mörserangriff in Homs getötet, als er in Begleitung staatlicher Aufpasser ein Viertel von Anhängern des Präsidenten Baschar al-Assad besucht hatte. Die syrischen Behörden machten „bewaffnete Terroristen“ für den Angriff verantwortlich. Die Oppositionsbewegung versicherte, dass der Journalist nicht bei einem Angriff von Deserteuren aus der syrischen Armee ums Leben gekommen sei. Die französische Justiz leitete ein Ermittlungsverfahren wegen vorsätzlicher Tötung ein.

dpa


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Zum geplanten Stellenabbau




Kommentare




Anzeige

Abo zur Serie




Eurotrainer 2012




Fotowettbewerb




OP-Fanseite




OP-Twitter-Meldungen

Das ist die Frage!

Hoch zum Schloss

Muss das Marburger Landgrafenschloss attraktiver für Touristen und Einheimische gemacht werden?

Basketball-Bundesliga




Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Nachttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug

Meinungsaustausch




Schulprojekt




Kochwettbewerb