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„Spiegel“ und „Focus“ erscheinen nun samstags

Nachrichtenmagazine „Spiegel“ und „Focus“ erscheinen nun samstags

Sonnabend ist „Spiegel“-Tag – so könnte fortan die Werbung für das Nachrichtenmagazin lauten. Auch der „Focus“ hat sein Erscheinen umgestellt. Die Hoffnung: Am Wochenende haben Leser mehr Zeit. 

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Die Nachrichtenmagazine "Focus" und "Der Spiegel" haben einen neuen Erscheinungstag.

Quelle: dpa

Hamburg. Die Nachrichtenmagazine „Der Spiegel“ und „Focus“ haben ihren Erscheinungstag umgestellt. Seit diesem Wochenende erhalten Abonnenten die Druckausgaben bereits Sonnabends - und nicht mehr erst am Montag. Auch am Kiosk sind die Magazine nun früher zu haben.

Der aktuelle „Spiegel“ macht mit den Anschlägen in Frankreich auf. Das Coverbild zeigt eine verfremdete Titelseite des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ mit einer Karikatur des islamkritischen Buchautors Michel Houellebecq: Wo dessen Kopf wäre, klafft ein Einschussloch. Der „Focus“ hat „Wunder der Medizin“ zum Titelthema gemacht, reißt die Attentate aber ebenfalls auf der ersten Seite an, mit einem Bild des französischen Präsidenten François Hollande.

Auf beiden Titelseiten heißt es: „Anschlag auf die Freiheit.“ Am Mittwoch hatten zwei Attentäter zwölf Menschen bei einem Sturm auf das religionskritische Blatt „Charlie Hebdo“ in Paris getötet. Sie kamen am Freitag bei einem Großeinsatz der Polizei ums Leben - ebenso ein weiterer islamistisch motivierter Geiselnehmer, der zuvor fünf Menschen umgebracht haben soll.

Beim „Spiegel“ entwickelte sich die Idee des neuen Erscheinungstages mit dem Hintergedanken, dass die Leser am Wochenende am meisten Zeit für die Lektüre hätten. Seit den 1960er Jahren war montags „Spiegel“-Tag. In manchen Städten - etwa in Berlin, Frankfurt am Main und Hamburg - konnte man das Heft in den vergangenen Jahren bereits sonntags am Kiosk kaufen. Mit der Umstellung des Tages wird der „Spiegel“ gleichzeitig um 20 Cent je Heft teurer: Im Einzelverkauf kostet das Magazin aus Hamburg künftig 4,60 Euro, im Abonnement 4,40 Euro.

Das „Focus“-Magazin aus dem Hause Burda hat ebenfalls das Leseverhalten der Deutschen zur Umstellung bewogen. „Erkenntnisse aus Leserbefragungen zeigen, dass am Wochenende besonders viel Zeitschriften gelesen werden“, teilte der Verlag mit. Der Preis für den „Focus“ soll mit 3,70 Euro stabil bleiben.

In der Vergangenheit waren beide Magazine gelegentlich Sonnabends erschienen, dies hatte aber in der Regel mit Feiertagen zu tun. Auch der allererste „Spiegel“ vom 4. Januar 1947 - er trug die Titelzeile „Mit dem Hut in der Hand“ und zeigte Österreichs Gesandten Ludwig Kleinwächter auf Besuch im Weißen Haus - war an einem Sonnabend erschienen.

dpa

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