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Wohnmieten und Hauspreise steigen in Kassel und Rhein-Main

Immobilien Wohnmieten und Hauspreise steigen in Kassel und Rhein-Main

Hohe Nachfrage, niedrige Zinsen und ausgerechnet die geplante Mietpreisbremse haben 2014 in Nordhessen zu teureren Wohnungen geführt. Der Mietanstieg in Kassel und umliegenden Städten wie Vellmar oder Baunatal sei vergleichbar mit dem im Rhein-Main- Gebiet, sagte Siegfried Putz vom Immobilienmaklerverband IVD am Donnerstag in Kassel.

Kassel. Der Mietpreis für einfache Wohnungen stieg in Kassel zum Vorjahr im Schnitt um rund 20 Prozent auf etwa 5,80 Euro pro Quadratmeter. Viele Vermieter hätten in Erwartung der Mietpreisbremse vorsorglich ihre Mieten erhöht. "Wir haben bundesweit Hunderttausende Mieterhöhungen, die sonst nicht passiert wären", betonte der Vorsitzende des IVD Mitte, Alexander Alter.

Im Vergleich zum Rhein-Main-Gebiet seien Mietwohnungen in Kassel und Nordhessen allerdings noch günstig, sagte Putz. Der starke Anstieg habe auch mit niedrigen Ausgangswerten zu tun.

In Kassel schnellte der Durchschnitts-Kaufpreis für eine Dreizimmer- Eigentumswohnung in guter Lage innerhalb von fünf Jahren um fast 80 Prozent auf 1600 Euro pro Quadratmeter. Niedrige Anlage- und Hypothekenzinsen führten zu einer starken Nachfrage in den Städten, sagte Putz. Dagegen blieben im Umland häufiger Häuser jahrelang leer.

Für das laufende Jahr erwartet der Maklerverband weiter steigende Preise, "allerdings nicht mehr so stark", betonte Putz. Rund um Kassel dürfe sich der Wegfall von 1600 Stellen beim Solarzulieferer SMA auch auf den Immobilienmarkt auswirken.

dpa

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