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Wohin steuert die Deutsche Bank? Cryan legt Strategie vor

Banken Wohin steuert die Deutsche Bank? Cryan legt Strategie vor

Nach dem großen Aufräumen will die Deutsche Bank den Blick wieder nach vorne richten. Vier Monate nach seinem Amtsantritt legt der neue Konzernchef John Cryan heute (09.00 Uhr) in Frankfurt die Details seiner künftigen Strategie vor.

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Der neue Konzernchef John Cryan.

Quelle: Steffen Schmidt/Archiv

Frankfurt/Main. Dabei werden weitere Einschnitte erwartet: Zuletzt hatte es in Finanzkreisen geheißen, dass über die bereits im April beschlossene Trennung von der Postbank hinaus bis zu 10 000 Stellen auf der Kippe stünden.

In der Bilanz wurde unter Cryan derart kräftig ausgemistet, dass Deutschlands größtes Geldhaus die Märkte vor drei Wochen bereits mit einem Rekordverlust schockierte: Nach damaligen Angaben erwartet der Dax-Konzern für das dritte Quartal unter dem Strich 6,2 Milliarden Euro Verlust. Grund sind gigantische Abschreibungen vor allem auf den Wert der Tochter Postbank, von der die Deutsche Bank sich trennen will, und das nicht mehr so lukrative Investmentbanking. Für Rechtsrisiken legte die Bank weitere 1,2 Milliarden Euro zurück.

Nach der Bilanz war wenig später das Top-Management an der Reihe. Sparten werden neu zugeschnitten, zahlreiche altgediente Führungskräfte gehen, das Investmentbanking wird aufgeteilt.

Der ehemalige UBS-Finanzvorstand Cryan hatte zum 1. Juli Anshu Jain an der Führungsspitze der Bank abgelöst. Der zweite Co-Chef Jürgen Fitschen bleibt noch bis zur Hauptversammlung im Mai 2016 im Amt, ehe der Brite alleine das Ruder übernimmt. Mit Spannung wird Cryans öffentlicher Auftritt bei der Pressekonferenz am Donnerstag erwartet - bisher hatte er sich in der Öffentlichkeit weitestgehend zurückgehalten.

dpa

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