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Weniger Kuh- und Schweinehalter in Deutschland

Agrar Weniger Kuh- und Schweinehalter in Deutschland

In Deutschland gibt es immer weniger Kuh- und Schweinehalter. Im Zeitraum zwischen November 2015 und November 2016 sank nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch die Anzahl der Milchviehhaltungen von 73 255 auf 69 174, was einem Rückgang von 5,6 Prozent entspricht.

Wiesbaden/Damme. Die Zahl der Schweinehalter ging in diesem Zeitraum um 5,0 Prozent auf 24 400 Betriebe zurück.

Die Zahl der Milchkühe schrumpfte im Vorjahresvergleich um 1,6 Prozent auf rund 4,2 Millionen. Die Entwicklung zeigt nach Ansicht des Deutschen Bauernverbandes, dass die monatelange Preiskrise den Strukturwandel im Milchsektor beschleunigt hat. Die deutschen Milchbauern litten unter dem russischen Importembargo auf europäische Lebensmittel und einer deutlich gesunkenen Nachfrage aus Nordafrika und dem Nahen Osten, sagte Milchbauernpräsident Karsten Schmal der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag). "Es ist nicht akzeptabel, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen globaler Krisen auf dem Rücken der Landwirte ausgetragen werden", sagte Schmal.

Die Zahl der Mastschweine nahm hingegen im Jahresverlauf wieder zu. Sie stieg seit Mai um 3,7 Prozent auf zuletzt rund 12,2 Millionen Tiere. Das spiegelt nach Ansicht des Marktexperten Matthias Quaing von der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) den seit Jahresmitte wieder gestiegenen Schlachtpreis für Schweine wieder, der im Jahresschnitt bei 1,50 Euro lag - noch im Februar hatte der Schlachtpreis 1,24 Euro betragen. "Die Schlachtpreise sind im zweiten Halbjahr wieder in Ordnung", sagte Quaing der Deutschen Presse-Agentur.

dpa

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