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Weitere Fahndung wegen Steuerhinterziehung in Sachen Emissionshandel

Kriminalität Weitere Fahndung wegen Steuerhinterziehung in Sachen Emissionshandel

Bei ihren Ermittlungen zum illegalen Handel mit Luftverschmutzungsrechten fahnden die Frankfurter Ermittler nach einem weiteren mutmaßlichen Täter. Der Brite soll zwischen August 2009 und Februar 2010 als Geschäftsführer einer Firma mit Sitz in München dabei geholfen haben, Steuern in Höhe von 58 Millionen Euro zu hinterziehen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Donnerstag mit.

Frankfurt/Main. Der 33-Jährige soll als Mitglied einer Bande an einem Umsatzsteuerkarussell beteiligt gewesen sein. Vermutet wird der Gesuchte in Großbritannien.

Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt bereits seit Jahren in dem Gesamtkomplex, in dem auch Mitarbeiter der Deutschen Bank ins Visier der Justiz geraten waren. Es gab auch bereits Urteile gegen einzelne Täter außerhalb der Bank. Über deutsche Gesellschaften wurden demnach im großen Stil Emissionsrechte aus dem Ausland gekauft und im Inland über zwischengeschaltete Firmen weiterverkauft, ohne Umsatzsteuer zu bezahlen. Die jeweils letzte Gesellschaft in der Kette soll die CO2-Zertifikate wieder ins Ausland veräußert haben. Dafür bekam sie die Umsatzsteuer vom Finanzamt erstattet.

dpa

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