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Vorweihnachtliche Entspannung auf Hessens Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt Vorweihnachtliche Entspannung auf Hessens Arbeitsmarkt

Milde Temperaturen und der Auftakt des Weihnachtsgeschäfts haben die Lage auf dem hessischen Arbeitsmarkt im November weiter entspannt. Die Zahl der Arbeitslosen sank leicht, auch die Quote ging sowohl im Vergleich zum Oktober 2014 als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat minimal zurück.

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Die Zahl der Arbeitslosen ist leicht gesunken.

Quelle: Bernd Wüstneck/Archiv

Frankfurt/Main. "Vor allem Frauen profitierten saisonüblich mit dem beginnenden Vorweihnachtsgeschäft vom Rückgang der Arbeitslosigkeit", erklärte der Leiter der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank Martin, am Donnerstag in einer Mitteilung. Erfahrungsgemäß sei diese Entwicklung jedoch nicht von Dauer: "Die Frauenarbeitslosigkeit wird ab Januar und spätestens, wenn die Umtauschwelle vorbei ist, wieder ansteigen."

Im November waren nach BA-Angaben 174 132 Frauen und Männer im Land arbeitslos gemeldet. Das waren 1,6 Prozent weniger als im Oktober und 0,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 5,4 Prozent. Im Oktober 2014 hatte sie wie im November 2013 bei 5,5 Prozent gelegen.

Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) teilte mit, Unternehmen würden gerne mehr qualifizierten Frauen Arbeit anbieten. Voraussetzung sei, dass mehr Frauen ihre Arbeitskraft Vollzeit einsetzen könnten und wollten. "Die hessischen Kommunen sollten weiter intensiv an besserer Kinder- und Schülerbetreuung arbeiten", mahnte VhU-Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit setzte sich nach BA-Zahlen der positive Trend fort, hier gab es einen Rückgang um weitere 5,2 Prozent auf 15 287 Betroffene. Dagegen gab es weiterhin keine Entspannung bei Langzeitarbeitslosen, Älteren und Ausländern. Mittlerweile sind in Hessen fast vier von zehn Arbeitslosen (38,5 Prozent) mindestens seit einem Jahr ohne Arbeit. Fast jeder dritte Arbeitslose ist älter als 50 Jahre (31,8 Prozent) oder hat keinen deutschen Pass (29,2 Prozent).

Der DGB Hessen-Thüringen beklagte, der positive Trend gehe an vielen Arbeitsuchenden vorbei: "Darunter befinden sich auch viele schwerbehinderte Menschen. Das ist in Hessen und Thüringen so gut wie jede/r Dritte."

Als positives Signal wertet die Arbeitsagentur die anhaltend hohe Nachfrage nach Arbeitskräften: Der Stellenindex BA-X erreichte den zweithöchsten Novemberwert seit 2005.

dpa

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