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Verdi ruft zu Streiks bei Amazon in Bad Hersfeld auf

Tarife Verdi ruft zu Streiks bei Amazon in Bad Hersfeld auf

Nach mehr als zwei Monaten Pause hat die Gewerkschaft Verdi beim Versandhändler Amazon in Bad Hersfeld erneut zum Streik aufgerufen. Gestartet worden sei der Ausstand wegen des seit langem andauernden Tarifstreits am Montag kurz nach Beginn der Frühschicht.

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Verdi ruft erneut zum Streik bei Amazon in Bad Hersfeld auf.

Quelle: Sebastian Kahnert/Archiv

Bad Hersfeld. Enden solle der Streik in den beiden Bad Hersfelder Verteilzentren an diesem Samstag (26.9.) mit der Spätschicht, teilte Verdi mit.

Auch an anderen Amazon-Standorten begann am Montag ein bundesweiter Streik. Betroffen sind Leipzig (Sachsen), Rheinberg, Werne (beide Nordrhein-Westfalen), Graben (Bayern), erstmals auch Pforzheim (Baden-Württemberg) sowie der DVD-Verleiher und Video-Streaming-Dienst Amazon Prime Instant Video in Elmshorn (Schleswig-Holstein). Die Streiks an den Standorten sollen unterschiedlich lange dauern.

Amazon entziehe sich weiter einer Tarifbindung, begründete Verdi. Zwar habe das Unternehmen nun eine Lohnerhöhung von 2,5 Prozent angekündigt. Dennoch bestehe nach wie vor eine erhebliche Differenz zum Branchentarifvertrag des Einzel- und Versandhandels, sagte die hessische Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke.

Mit den Arbeitskämpfen versucht Verdi seit Frühsommer 2013, für die mittlerweile mehr als 11 000 Mitarbeiter des US-Versandhandelsriesen in Deutschland einen Tarifvertrag auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels durchzusetzen. Verhandlungen darüber lehnt Amazon aber strikt ab. Das Unternehmen sieht sich als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen.

dpa

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