Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Verdi: 80 Jobs bei Verpackungshersteller STI gefährdet

Industrie Verdi: 80 Jobs bei Verpackungshersteller STI gefährdet

Die Verhandlungen zum Erhalt gefährderter Arbeitsplätze beim Vogelsberger Verpackungshersteller STI sind gescheitert. Der Papierverarbeitungskonzern aus Lauterbach habe sich mit Betriebsrat und Gewerkschaft nicht auf einen Interessenausgleich verständigen können, teilten STI und Verdi am Dienstag mit.

Grebenhain. Nun fürchtet Verdi am Standort Grebenhain den Verlust von etwa 80 Arbeitsplätzen in der Display-Fertigung und der Druckerei. Die Zahl wollte eine Unternehmenssprecherin auf Nachfrage nicht kommentieren.

STI stellt Verpackungen und Verkaufsständer, sogenannte Displays, her. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben mit insgesamt mehr als 2000 Mitarbeitern 290 Millionen Euro Umsatz. Zum Gewinn äußert sich das Unternehmen nicht.

STI arbeitet derzeit an einer Umstrukturierung des Unternehmens, um profitabler zu werden. Die Gewerkschaft wollte erreichen, dass bis Ende 2018 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Im Gegenzug gab es nach Verdi-Angaben die Bereitschaft, dass die etwa 400 Tarif-Beschäftigten am Standort Grebenhain von 2015 bis einschließlich 2017 auf 60 Prozent ihres Weihnachtsgelds verzichten und zudem unbezahlte Mehrarbeit in Kauf nehmen. Das ging dem Unternehmen nicht weit genug: Zur Erreichung der Einsparziele sei mindestens die komplette Streichung des Weihnachtsgelds notwendig.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft