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Urteil im S&K-Verfahren: Fünf Jahre und drei Monate Haft

Prozesse Urteil im S&K-Verfahren: Fünf Jahre und drei Monate Haft

Im Prozess um die millionenschweren Betrügereien der Frankfurter Immobiliengesellschaft "S&K" ist ein erster Angeklagter verurteilt worden. Der 50 Jahre alte Wertpapierhändler Hauke B.

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In einem Verhandlungssaal im Landgericht steht ein Mikrofon.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Main. aus Hamburg erhielt am Montag vom Landgericht Frankfurt eine Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten. Er hatte ihm anvertraute Anlegergelder in das Schneeballsystem der S&K gelenkt. Der gesundheitlich schwer angeschlagene Mann wurde zudem nach drei Jahren und zehn Monaten Untersuchungshaft auf freien Fuß gesetzt. Ob er die Reststrafe noch verbüßen muss, war zunächst unklar.

Zuvor hatte die Kammer zahlreiche Vorwürfe gegen den Mitangeklagten fallengelassen, um in seinem Fall zu einem schnellen Urteil zu kommen. Dies habe der Gesundheitszustand des Mannes, die Arbeitsbelastung der Strafkammer und der gesetzlich gebotene Beschleunigungsgrundsatz erfordert, sagte der Vorsitzende Richter Alexander El Duwaik im Urteil.

Übrig blieben mehrere Geldentnahmen aus S&K-Anlegerfonds für eigene Zwecke sowie die mit dem S&K-Gründer und mutmaßlichen Haupttäter Stephan S. abgeschlossenen Beraterverträge, denen keine wirklichen Beratungstätigkeiten folgten. Laut Staatsanwaltschaft beschränkt sich der Hauke B. zur Last gelegte Schaden nun auf einen einstelligen Millionenbetrag.

Im Strafmaß blieb das Gericht geringfügig hinter dem Antrag der Staatsanwaltschaft von fünfeinhalb Jahren. Die Verteidiger stellten keinen konkreten Antrag. B. hatte im Hauptverfahren das äußere Geschehen zwar eingeräumt, nicht aber seine persönliche Schuld. Der Vorsitzende Richter sprach deshalb auch nicht von einer "Verständigung". Die Verteidiger prüfen eigenen Angaben zufolge nun den Gang in die Revision zum Bundesgerichtshof.

Im Hauptverfahren um die S&K-Betrügereien mit rund 240 Millionen Euro Schaden müssen sich noch fünf Angeklagte verantworten. Vier von ihnen sitzen weiterhin in Untersuchungshaft, darunter die Firmengründer Stephan S. und Jonas K..

dpa

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