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Umsatzsteuerkarussell: Mutmaßlicher Strippenzieher gefasst

Kriminalität Umsatzsteuerkarussell: Mutmaßlicher Strippenzieher gefasst

Im Großverfahren um einen millionenschweren Umsatzsteuerbetrug mit Luftverschmutzungsrechten haben die Ermittler einen weiteren mutmaßlichen Strippenzieher festgenommen.

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Streifenwagen.

Quelle: Bernd Settnik/Archiv

Frankfurt/Main. Es handelt sich um einen 42 Jahre alten Briten, der bereits am Dienstagabend am Flughafen London-Heathrow auf Grundlage eines internationalen Haftbefehls festgesetzt worden sei. Er wurde unter Auflagen von der Auslieferungshaft verschont, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Freitag mitteilte.

Dem Mann wird vorgeworfen, ein Netzwerk für den betrügerischen Handel mit Luftverschmutzungsrechten (CO2-Zertifikate) organisiert und aus dem Hintergrund gelenkt zu haben. Dabei seien rund 125 Millionen Euro Umsatzsteuer hinterzogen worden. Der Brite habe verschiedene falsche Personalien genutzt und sei intern als "Batman" bekannt gewesen.

Das Verfahren gehört zu einer Prozessserie, die seit 2011 zu bislang 13 Verurteilungen mit bis zu acht Jahren Haft geführt hat. Außerdem hat das Landgericht Frankfurt sechs Mitarbeiter der Deutschen Bank zu Haftstrafen verurteilt, weil über das Institut die illegalen Handelsgeschäfte abgewickelt wurden.

Über deutsche Gesellschaften wurden Emissionsrechte aus dem Ausland gekauft und im Inland über Zwischenfirmen weiterverkauft, ohne Umsatzsteuer zu zahlen. Die letzte Gesellschaft in der Kette veräußerte die Papiere wieder ins Ausland und ließ sich dafür vom Finanzamt nie gezahlte Umsatzsteuer erstatten.

dpa

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