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Umfrage: Mehrheit hält Pilotenstreik für unverhältnismäßig

Tarife Umfrage: Mehrheit hält Pilotenstreik für unverhältnismäßig

Der Streik der Lufthansa-Piloten findet wenig Rückhalt in der Bevölkerung. Bei einer repräsentativen Yougov-Umfrage im Auftrag der Kommunikationsagentur Ketchum Pleon erklärten 55 Prozent der Befragten, dass sie den Streik nicht mehr für verhältnismäßig halten.

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Bei der Lufthansa geht der Streik der Piloten heute weiter.

Quelle: Paul Zinken

Düsseldorf/Frankfurt. Eine Mehrheit von 52 Prozent sieht die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) als wesentlichen Verursacher des Streiks an, der den Flugbetrieb der Lufthansa seit einem Jahr in inzwischen zwölf Wellen behindert hat. Rund eine Million Passagiere waren betroffen. Das Lufthansa-Management sahen nur 19 Prozent als Urheber des heftigsten Tarifkonflikts in der Unternehmensgeschichte.

Der Arbeitskampf schade dem Image des Unternehmens, glauben 58 Prozent der Befragten. Einen Imageschaden für die Gewerkschaft VC sehen nur 21 Prozent. Am Streikrecht will aber dennoch kaum jemand rühren. 83 Prozent halten es nach wie vor für ein berechtigtes Mittel der Arbeitnehmer bei Tarifkonflikten. Nur 11 Prozent befürworteten gesetzliche Einschränkungen.

Größter Streitpunkt im Tarifkonflikt ist die Übergangsversorgung bis zur Rente für die rund 5400 Piloten, die nach dem Konzerntarifvertrag bezahlt werden. Die Gewerkschaft sieht ihre Forderungen nicht erfüllt und verlangt, dass auch künftige Piloten in den Genuss unternehmensfinanzierter Frührenten kommen.

Laut Umfrage haben die Befragten für die Forderungen der Piloten wenig Verständnis. Für 29 Prozent entbehrt der Streik jeder Verhältnismäßigkeit, weitere 26 Prozent sind der Meinung, dass die Piloten ihre Position zum Nachteil der Lufthansa-Kunden ausnutzen.

dpa

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