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Übersetzungsfragen im Deutsche-Bank-Prozess

Prozesse Übersetzungsfragen im Deutsche-Bank-Prozess

Der Strafprozess gegen den Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, sowie vier Ex-Manager wegen versuchten Prozessbetrugs im Fall Kirch wird heute (9.30) mit weiteren Zeugen fortgesetzt.

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Der Prozess gegen den Co-Chef der Deutschen Bank Fitschen wird fortgesetzt.

Quelle: N. Armer/Archiv

München. Unter anderem soll eine Dolmetscherin vernommen werden, die sich zum korrekten Wortlaut eines Vorstandsprotokolls der Deutschen Bank äußern soll. Das Protokoll ist auf Englisch verfasst und hatte schon im Zivilverfahren um Schadenersatzforderungen der Kirch-Erben vor vier Jahren für Diskussionen gesorgt.

In dem damaligen Prozess sollen Fitschen, seine Vorgänger Josef Ackermann und Rolf Breuer sowie zwei weiteren Ex-Banker nicht die Wahrheit gesagt haben und müssen sich deshalb derzeit in einem Strafprozess verantworten. Die Angeklagten bestreiten die Vorwürfe.

In den damaligen Aussagen vor Gericht ging es um die Frage, ob die Bank den Medienunternehmer Leo Kirch im Jahr 2002 absichtlich in die Enge getrieben hat, um danach durch ein Beratungsmandat bei der Zerschlagung des Unternehmens Geld zu verdienen. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft haben sich die Angeklagten vor Gericht in diesem Punkt nicht richtig geäußert: Denn sie hatten den Richtern erklärt, es habe keinen Beschluss für ein Beratungsmandat der Kirch-Gruppe gegeben.

Darin sehen die Ermittler einen Widerspruch zu dem englischen Protokoll der Vorstandssitzung aus dem Januar 2002, wenige Monate vor der Insolvenz der Kirch-Gruppe. Aus diesem ergäben sich Hinweise darauf, dass die Bank doch Interesse an einem Beratungsmandat gehabt habe. Den genauen Wortlaut des Protokolls soll die Dolmetscherin als Sachverständige nochmals erläutern.

dpa

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