Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Siegesmund kritisiert Erlaubnis für K+S

Umwelt Siegesmund kritisiert Erlaubnis für K+S

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) hat die Erlaubnis für den Kasseler Düngemittelkonzern K+S zur weiteren Versenkung salzhaltiger Abwässer kritisiert.

Voriger Artikel
Bundesbank lässt ihre NS-Vorgeschichte untersuchen
Nächster Artikel
Hessische Einzelhändler zufrieden mit Weihnachtsgeschäft

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Bündnis 90/Die Grünen).

Quelle: Martin Schutt/Archiv

Erfurt/Kassel. Die Entscheidung der Genehmigungsbehörde sei angesichts des seit 2008 bekannten Austritts von verpresster Salzlauge nicht nachzuvollziehen, erklärte sie. Das Regierungspräsidium Kassel hatte am Freitag bekanntgegeben, dass K+S bis Ende 2021 weiter Salzabwässer versenken darf. Thüringen hatte sich wegen der Umweltrisiken wiederholt gegen die Entsorgung von Kali-Lauge im Boden ausgesprochen.

Die Behörde erlaubt 1,5 Millionen Kubikmeter pro Jahr und bleibt damit eigenen Angaben zufolge "deutlich" hinter der beantragten Menge zurück. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) reagierte per Twitter: "Für die Bergleute im Werra-Revier wird es nun Perspektiven bei voller Produktion geben, für das Grundwasser müssen wir aber zusammen wirken!" K+S musste im Lauf des Jahres immer wieder die Produktion einschränken, Kurzarbeit war die Folge. Betroffen war auch das Werk im thüringischen Unterbreizbach.

Siegesmund forderte, K+S solle endlich alternative Entsorgungswege für die Salzlauge, etwa das Einstapeln unter Tage, stärker zu nutzen. Außerdem sei für 2018 die Inbetriebnahme einer von K+S derzeit gebauten Salz-Rückgewinnungsanlage (KKF) geplant, mit der 1,5 Millionen Kubikmeter Salzabwasser pro Jahr reduziert werden sollen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr