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SGL Carbon stellt Stammgeschäft neu auf

Chemie SGL Carbon stellt Stammgeschäft neu auf

Der angeschlagene Kohlenstoffspezialist SGL Carbon hat ehrgeizige Wachstumspläne für die kommenden fünf Jahre und rüstet sich für eine Konsolidierung der Branche.

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Ehrgeizige Wachstumspläne beim angeschlagenen Kohlenstoffspezialist SGL Carbon.

Quelle: Tobias Hase/Archiv

Wiesbaden. Bis spätestens Ende 2016 soll das Stammgeschäft mit Graphitelektroden und -kathoden innerhalb der Gruppe rechtlich verselbstständigt werden, kündigte das Unternehmen am Dienstag in Wiesbaden an.

Dies habe zunächst keine Auswirkungen auf die Standorte oder die Mitarbeiter des Konzerns, erklärte ein Sprecher. SGL wolle aber bei einer möglichen Branchenkonsolidierung eine "aktive Rolle" spielen. Die neue Struktur soll es ermöglichen, flexibel auf strategische Optionen" zu reagieren. Gemeint sind damit Partnerschaften, Zukäufe oder auch ein Verkauf des Geschäfts.

Das Wachstum in den beiden anderen Geschäftsbereichen Carbonfasern und Spezialgraphitprodukte soll sich zugleich beschleunigen. Die beiden Sparten sollen ihren Umsatz von zuletzt 737 Millionen Euro bis 2020 um rund 50 Prozent steigern. SGL setzt dabei auf den steigenden Bedarf an Lithium-Ionen-Batterien etwa aus der Autoindustrie, die Nachfrage nach Leuchtdioden oder Werkstoffen aus Carbonfasern.

Die Wiesbadener kämpfen seit längerer Zeit mit Problemen im Stammgeschäft Graphitelektroden und haben einige Jahre des Umbaus und Sparens hinter sich. Das Unternehmen machte im vergangenen Jahr insgesamt 247 Millionen Euro Verlust, hat aber für 2015 eine deutliche Ergebnisverbesserung angekündigt.

dpa

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