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SGL Carbon macht Standort dicht: 150 Mitarbeiter betroffen

Stahl SGL Carbon macht Standort dicht: 150 Mitarbeiter betroffen

Der angeschlagene Kohlenstoff-Spezialist SGL Group schließt sein Werk im Frankfurter Stadtteil Griesheim. Das Unternehmen reagiere damit auf die anhaltend schwierigen Marktbedingungen für Graphitelektroden, teilte SGL am Mittwoch am Sitz in Wiesbaden mit.

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Ein Mitarbeiter von SGL Carbon stellt auf einer Messe Polyfluron vor.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Frankfurt/Main. Von der Schließung seien alle 150 Mitarbeiter am Standort betroffen. Am Jahresende soll dort Schluss sein.

Graphitelektroden werden zur Produktion von Elektrostahl eingesetzt. Europas Stahlindustrie leidet aber unter der Konkurrenz aus China. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl berichtete am Mittwoch für das Schlussquartal von einem Auftragsrückgang und einem entsprechend schwierigen Start ins Jahr 2016.

Das SGL-Werk im Industriepark Griesheim leide allerdings schon seit Jahren unter einer zu geringen Auslastung, teilte das Unternehmen mit. Es habe bereits Kurzarbeit gegeben. Nun solle mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan verhandelt werden. Die Produktion werde schrittweise heruntergefahren.

Vor zwei Jahren sind nach Unternehmensangaben bereits Werke in Kanada und Italien geschlossen worden. Angesichts der schwierigen Lage soll der Geschäftsbereich weiterhin abgespalten werden. Neben Griesheim betreibt SGL acht weitere Standorte in der Sparte Performance Products, darunter in Meitingen nahe Augsburg.

dpa

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