Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 13 ° Regen

Navigation:
Mehr Ältere arbeiten: Potenzial von Frauen ungenutzt

Arbeitsmarkt Mehr Ältere arbeiten: Potenzial von Frauen ungenutzt

Der Anteil älterer Beschäftigter in Hessen ist weiter gestiegen. Im vergangenen Jahr war fast jeder Dritte (32 Prozent) 50 Jahre oder älter, berichtete das hessische Wirtschaftsministerium am Montag aus dem Betriebspanel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Voriger Artikel
Handelsverband sieht Rekord-Weihnachtsgeschäft kommen
Nächster Artikel
Merck profitiert von Übernahme in den USA

Ein Mann steht vor einem Logo der der Bundesagentur für Arbeit.

Quelle: Julian Stratenschulte/Archiv

Frankfurt. Im Jahr 2011 habe der Anteil noch 28 Prozent betragen. Dennoch bieten demnach weniger Betriebe Maßnahmen für Ältere wie Weiterbildungen oder eine spezielle Ausstattung der Arbeitsplätze.

Dem Betriebspanel zufolge sind Frauen in qualifizierten Tätigkeiten weiter unterrepräsentiert. Zwar waren 2015 rund 44 Prozent der Beschäftigten weiblich. Doch ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis gab es nur einfachen Tätigkeiten. Der Frauenanteil bei qualifizierten Aufgaben mit abgeschlossener Lehre sank, ebenso der Anteil bei Auszubildenden. Frauen als Inhaberin, Vorstandsmitglied oder Geschäftsführerin kamen nur selten vor (22 Prozent). Zudem sind fast die Hälfte der Frauen (49 Prozent) in Teilzeit beschäftigt - ein bisheriger Höchststand in der Befragung.

"Die Befragungsergebnisse zeigen, dass entgegen der Erwartungen noch kein richtiges Umdenken in der Arbeitswelt eingesetzt hat, um dem steigenden Fachkräftebedarf zu begegnen", sagte Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) lässt seit 1993 jährlich Betriebe befragen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr