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Krauss-Maffei Wegmann will Zusammenschluss mit Franzosen

Rüstungsindustrie Krauss-Maffei Wegmann will Zusammenschluss mit Franzosen

Deutschlands Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) will mit dem französischen Rüstungskonzern Nexter Systems zusammengehen. Eine entsprechende Grundsatzerklärung sei am Dienstag in Paris unterzeichnet worden, teilten KMW und das französische Verteidigungsministerium mit.

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Kampfpanzer Leopard II.

Quelle: Bundeswehr/Mediendatenbank

Paris/München. Durch den Zusammenschluss beider Unternehmen unter dem Dach einer gemeinsamen Holding entstehe ein deutsch-französischer Wehrtechnikkonzern mit knapp zwei Milliarden Euro Jahresumsatz und mehr als 6000 Mitarbeitern.

Der Panzer- und Munitionsproduzent Nexter gehört bisher komplett dem Staat. Künftig sollen Frankreich und die bisherigen KMW-Eigentümer jeweils die Hälfte an dem "Kant" genannten Joint Venture halten. Das Geschäft soll bis zum Frühjahr 2015 abgeschlossen sein. KMW-Hauptanteilseigner sind bisher die Familie Bode-Wegmann und stille Teilhaber.

Ziel der Fusion ist es aus französischer Sicht, die Stärken beider Unternehmen in einer Allianz auszubauen. So will Nexter das Netz von KMW nutzen, um Technologien wie Geschütztürme und Munition besser zu vermarkten. KMW könne im Gegenzug von Nexters Technologieprogramm profitieren und so neue Produkte entwickeln, hieß es in Paris.

Die Produkte beider Unternehmen und ihre regionalen Präsenzen ergänzten sich "nahezu überschneidungsfrei", teilte KMW mit. Zusammen habe man im internationalen Wettbewerb mehr Gewicht.

Zunächst gehe es um den Austausch über mögliche gemeinsame Projekte und deren Finanzierung, hieß es in Paris. Das neue Unternehmen Kant soll von einer deutschen und einer französischen Spitze geleitet werden. Über den Hauptsitz sei noch nicht entschieden.

Bei Nexter arbeiten derzeit etwa 2800 Menschen, KMW hat nach eigenen Angaben etwa 3200 Beschäftigte an neun internationalen Standorten und beliefert Streitkräfte aus mehr als 30 Nationen. Das geplante Zusammengehen muss noch von den Wettbewerbsbehörden geprüft werden.

dpa

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