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Korruption am Flughafen: Verteidiger beantragen milde Strafen

Prozesse Korruption am Flughafen: Verteidiger beantragen milde Strafen

Im Prozess um Schmiergelder in Millionenhöhe beim Ausbau des Frankfurter Flughafens haben die Verteidiger von zwei der vier Angeklagten milde Strafen für ihre Mandanten beantragt.

Frankfurt/Main. Vor dem Landgericht Frankfurt erklärten die Rechtsanwälte des Projektentwicklers Jürgen Harder am Dienstag, ihren Vorstellungen entspreche eine Strafe, die "wesentlich unter" den von der Staatsanwaltschaft beantragten zwei Jahren auf Bewährung liege.

Zu hoch sei auch die von der Anklage geforderte Bewährungsauflage von sechs Millionen Euro. Einer der Anwälte nannte eineinhalb Millionen bis drei Millionen Euro. Der Verteidiger eines weiteren Angeklagten plädierte ebenfalls auf eine milde Strafe. Auch für ihn hatte die Staatsanwaltschaft eine Bewährungsstrafe beantragt.

Die Verteidiger des Frankfurter Immobiliengeschäftsmannes Ardi Goldmann sowie eines mitangeklagten Maklers sollen nächste Woche Mittwoch (11.11.) ihre Schlussvorträge halten. Das Urteil fällt voraussichtlich noch im November.

Den vier Angeklagten wird gewerbsmäßige Bestechung im geschäftlichen Verkehr vorgeworfen. Rund sechs Millionen Euro Schmiergelder sollen laut Anklage für die bevorzugte Vergabe von Erbbaurechten in der "Cargo City Süd" versprochen worden, wenn auch nicht komplett geflossen sein. Goldman hatte vor Gericht bestritten, bei dem Grundstücksgeschäft Schmiergelder eingesetzt zu haben. Harder hatte vor Gericht von einem "großen Fehler" gesprochen, da er geahnt habe, dass nicht alles mit rechten Dingen zugehe. Er bestreitet jedoch ebenfalls, selbst Schmiergelder gezahlt zu haben.

dpa

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