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Kompromiss verhindert Kündigungen bei STI in Grebenhain

Industrie Kompromiss verhindert Kündigungen bei STI in Grebenhain

Mit einer neuen Vereinbarung sind nach zähen Verhandlungen Kündigungen beim Verpackungshersteller STI in Grebenhain vorerst vom Tisch. In weiteren Gesprächen erzielten die Geschäftsführung, der Betriebsrat und die Gewerkschaft Verdi einen Kompromiss, wie STI am Montag mitteilte.

Grebenhain. Demnach erhält die gesamte Belegschaft zwar bis Ende 2018 eine Job-Garantie. Dafür müssen die etwa 400 Tarif-Beschäftigten auf ihr Weihnachtsgeld in diesem und in den kommenden beiden Jahren verzichten.

"Es ist ein schmerzhafter Kompromiss. Das Weihnachtsgeld ist für viele ein wichtiger Einkommensbestandteil, der 95 Prozent vom Brutto-Monatslohn beträgt", sagte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Ellen Sandrock-Becker der Deutschen Presse-Agentur.

STI arbeitet an einer Umstrukturierung des Unternehmens, um profitabler zu werden. Mitte August waren die Verhandlungen noch ohne Einigung abgebrochen und Anfang des Monats wieder aufgenommen worden. Verdi hatte in Grebenhain den Verlust von 80 Vollzeitstellen in der Display-Fertigung und der Druckerei befürchtet.

STI stellt Verpackungen und Verkaufsständer, sogenannte Displays, her. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete im Jahr 2014 nach eigenen Angaben mit mehr als 2000 Mitarbeitern 290 Millionen Euro Umsatz.

dpa

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