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Kohlenstoffspezialist SGL Carbon bleibt in den roten Zahlen

Chemie Kohlenstoffspezialist SGL Carbon bleibt in den roten Zahlen

Der angeschlagene Kohlenstoffspezialist SGL Carbon bleibt in den tiefroten Zahlen und rechnet auch 2016 mit einem hohen Konzernverlust. Wegen des anhaltenden Preisdrucks im Geschäft mit Graphitelektroden werde im laufenden Jahr erneut mit einem Umsatz- und Ergebnisrückgang kalkuliert, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Wiesbaden mit.

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Das Logo der SGL Group hängt am Haupteingang in Meitingen.

Quelle: Tobias Hase/Archiv

Wiesbaden. Vorstandschef Jürgen Köhler kündigte trotz des verfehlten Jahresziels an, an der Neuausrichtung des Unternehmens festzuhalten.

Das Ergebnis nach Steuern sackte bei SGL von minus 247 Millionen auf einen Konzernfehlbetrag von 295 Millionen Euro. Wertberichtigungen im Graphitelektrodengeschäft und hohe Restrukturierungskosten wegen einer Werkschließung in Frankfurt hatten zu hohen Sondereinflüssen geführt. Der Umsatz gab um ein Prozent auf 1,32 Milliarden Euro nach. Die Zahl der Mitarbeiter nahm um fast elf Prozent auf 5658 ab. Ursprünglich war als Ziel für 2015 ausgegeben worden, bei stabilem Umsatz eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses zu erreichen.

SGL versucht mit Werkschließungen, dem Verkauf von verlustreichen Tochtergesellschaften, einem umfangreichen Kostensenkungsprogramm sowie einer strategischen Neuausrichtung wieder in die Gewinnzone zu kommen. BMW und VW sind an dem Kohlenstoffspezialist beteiligt. Zudem hält Aufsichtsratschefin und BMW-Großaktionärin Susanne Klatten über ihre Beteiligungsgesellschaft SKion SGL-Anteile.

dpa

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