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Kohlefaser-Spezialist SGL mit Umsatzminus

Chemie Kohlefaser-Spezialist SGL mit Umsatzminus

Der angeschlagene Kohlefaser-Spezialist SGL hat in den ersten neun Monaten 2016 einen Umsatzrückgang von gut sechs Prozent verbucht. Die Erträge schrumpften von 598,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 562,1 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

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Die Zentrale von SGL in Wiesbaden.

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Wiesbaden. Die Geschäftsführung machte unter anderem den niedrigen Ölpreis für den Schwund verantwortlich - denn deswegen gehe beispielsweise die Nachfrage aus energienahen Branchen in Nordamerika zurück. Wegen des preiswerten Öls schrumpften Investitionen etwa in die Schiefergas-Gewinnung per Fracking, erläuterte ein Sprecher.

Das Konzernergebnis rutschte laut Mitteilung zwischen Januar und September 2016 im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2015 weiter ab - von minus 105,6 Millionen Euro auf minus 124,1 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich von 5658 auf 5406.

SGL hatte im Oktober eine Vereinbarung mit dem japanischen Chemiekonzern Showa Denko unterzeichnet, der das verlustreiche Geschäft mit Graphitelektroden für 350 Millionen Euro übernehmen will. SGL rechnet im ersten Halbjahr 2017 mit dem Abschluss des Verkaufs. Angesichts der radikalen Verkleinerung des Konzerns soll es in der Umbauphase keine kurzfristigen Ergebnisziele mehr geben. Der Konzern steckt seit langem in den roten Zahlen.

dpa

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