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Kassel Airport verbucht Plus bei Passagieren und Fracht

Luftverkehr Kassel Airport verbucht Plus bei Passagieren und Fracht

Es geht aufwärts beim Flughafen Kassel - wenn auch auf niedrigem Niveau. In diesem Jahr könnte der Aufschwung allerdings schon wieder gedämpft werden.

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Die Zahl der Flüge, Passagiere und Frachttonnen nahm deutlich zu.

Quelle: Uwe Zucchi /Archiv

Kassel. Der Kassel Airport hat 2015 kleine Fortschritte gemacht, ist von seinen Zielen aber immer noch weit entfernt. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Regionalflughafen mehr Flüge, mehr Passagiere und mehr Frachttonnen im Vergleich zu 2014, dennoch bleiben die Zahlen im Vergleich zu anderen Airports bescheiden.

Unter anderem wegen Abschiebeflügen stieg die Zahl der Passagiere binnen Jahresfrist um 38 Prozent auf rund 65 000 Passagiere, die Zahl der Flugbewegungen stieg um zehn Prozent auf rund 29 200, wie der Flughafen am Freitag mitteilte. Weil vor Weihnachten sechs Frachtflugzeuge pro Woche Güter brachten, wurde die Luftfracht von 49 auf 168 Tonnen gesteigert. Diese Flüge werden zunächst bis Ende Januar fortgesetzt.

Trotz des Anstiegs hinken die Zahlen den ursprünglichen Erwartungen für KSF, so das Kürzel des Flughafens, hinterher: Bereits für 2013 war man von 100 000 Passagieren pro Jahr ausgegangen. In der Planungszeit waren dem Flughafen zudem 640 000 Passagiere für das Jahr 2020 prognostiziert worden, inzwischen geht die Zehnjahresprognose für das Jahr 2024 von nur noch 497 000 Passagieren aus.

Für 2016 rechnet Flughafen-Chef Ralf Schustereder mit ähnlichen oder leicht steigenden Zahlen wie im vergangenen Jahr. Im Sommerflugplan ab Mai gebe es mit je drei Flügen pro Woche nach Mallorca und in die Türkei sowie einem nach Heraklion einen Flug mehr als im Sommer 2015, allerdings fehlten dem Airport in den ersten Monaten die vor allem wegen der politischen Unsicherheiten gestrichenen Flüge nach Ägypten. Auch die Verbindung nach Teneriffa wurde gestrichen, weil die Auslastung zu gering war. Im Sommer sind zudem unter anderem Flüge nach Irland, Polen, Portugal, Sardinien oder Malta geplant.

Das Land Hessen hatte vom 2013 eröffneten Airport gefordert, pro Jahr zehn Prozent weniger Miese zu machen - das wäre für 2015 ein Minus von höchstens 7,2 Millionen Euro. "Wie werden die Vorgaben der Landesregierung einhalten", betonte Schustereder. Genaue Zahlen will Kassel Airport im Sommer bekanntgeben. Die schwarz-grüne Landesregierung will den Airport 2017 auf den Prüfstand stellen.

Von dem Flughafen, der zu rund 70 Prozent dem Land Hessen gehört, werden auch abgelehnte Asylbewerber in ihre Herkunftsländer zurückgeflogen. Dies mache allerdings nur zehn Prozent des Passagieraufkommens aus, sagte Schustereder. An dem Regionalflughafen sind außer dem Land auch die Stadt und der Landkreis Kassel sowie die Gemeinde Calden beteiligt.

dpa

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