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K+S kauft Kunstdünger-Hersteller in China

Bergbau K+S kauft Kunstdünger-Hersteller in China

K+S wagt den Schritt nach China und kauft eine Düngemittel-Produktionsstätte. Dort wird Magnesiumsulfat synthetisch hergestellt - ein ganz neuer Markt für den Kasseler Bergbau-Konzern.

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Das Logo des Kaliproduzenten K+S.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Kassel. Der Kali- und Salzproduzent K+S steigt in den Markt für synthetisch hergestellten Dünger ein. "Für einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag" übernehme man die Produktion des chinesischen Anbieters Huludao Magpower Fertilizers, teilte der MDax-Konzern aus Kassel am Donnerstag mit.

Der Standort hat derzeit eine Kapazität von 90 000 Tonnen pro Jahr und beschäftigt rund 50 Mitarbeiter. Die Transaktion soll bis Ende 2016 vollzogen sein. Bisher verkaufen die Kasseler, die 2015 eine feindliche Übernahme durch den kanadischen Konkurrenten Potash abgewehrt hatten, nur bergmännisch gewonnene Düngemittel.

K+S sprach von einem "bedeutenden Schritt bei der Expansion nach Asien". Vorstandschef Norbert Steiner sagte: "Vor allem in der chinesischen und südostasiatischen Landwirtschaft sehen wir hohes Absatzpotenzial für magnesiumsulfathaltige Produkte, welches wir von unseren deutschen Standorten aus nicht ausreichend bedienen können."

K+S ist der größte Salzhersteller der Welt. Den Großteil des Gewinns machen die Kasseler aber mit der Produktion von Dünger auf der Basis von Kali-Salz für die Landwirtschaft. Das Unternehmen beschäftigt rund 14 400 Mitarbeiter.

Huludao Magpower Fertilizers ist auf magnesiumsulfathaltige Düngemittel spezialisiert, die mit energieintensiven chemischen Verfahren hergestellt werden. Der Mineraldünger wird unter anderem auf Plantagen für Ölpalmen, Sojabohnen und Zuckerrohr sowie für industrielle Anwendungen genutzt.

dpa

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