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Jain: Keine Tabus in Strategiedebatte bei Deutscher Bank

Banken Jain: Keine Tabus in Strategiedebatte bei Deutscher Bank

In der Strategiedebatte bei der Deutschen Bank gibt es nach Aussagen von Co-Chef Anshu Jain keine Tabus. "Wir gehen unvoreingenommen an die Sache heran, und es wird ein offener und weitreichender Prozess sein", sagte Jain der Wochenzeitung "Die Zeit" (Donnerstag).

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Anshu Jain.

Quelle: Jean-Christophe Bott/Archiv

Frankfurt/Main. Man werde sich mit jeder Dimension des Geschäfts befassen und dann darstellen, was zu tun sei. Noch seien keine Entscheidungen getroffen. Der Dax-Konzern will nach bisherigen Angaben im zweiten Quartal über den künftigen Kurs informieren.

Jain, der über Jahre oberster Investmentbanker des größten deutschen Geldhauses war, räumte Fehler vor der Finanzkrise ein. "Rückblickend würde ich sagen: Es ist klar ersichtlich, dass der Hebel im System viel zu groß war." Zur Jahreswende 2006/2007 sei es offensichtlich gewesen, "dass einige Standards zu lax wurden, und es war ebenso offensichtlich, dass Märkte über Jahre hinweg fast unkontrolliert blieben".

Er verstehe die Skepsis, die ihm teilweise in Deutschland entgegenschlage, sagte der gebürtige Inder, der die Bank seit Juni 2012 gemeinsam mit Jürgen Fitschen führt. "Wenn ich an meinen Hintergrund denke, und zwar nicht nur aus kultureller, sondern auch aus beruflicher Sicht, und wenn ich berücksichtige, dass der von mir geleitete Unternehmensbereich die Hauptursache für einige unserer Probleme ist, dann empfinde ich die geäußerten Bedenken als absolut fair", sagte Jain.

dpa

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