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Hessischer Arbeitsmarkt auch im Oktober mit Schwung

Arbeitsmarkt Hessischer Arbeitsmarkt auch im Oktober mit Schwung

Hessens Arbeitsmarkt brummt weiter. Auch die Situation am Ausbildungsmarkt hat sich im Aufschwung entschärft. Doch für eine Lehrstelle interessieren sich immer weniger junge Menschen.

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Die Arbeitsmarktsituation im Oktober wird vorgestellt.

Quelle: Stephan Jansen/Archiv

Frankfurt/Main. Die Herbstbelebung hat den hessischen Arbeitsmarkt im Oktober wie erwartet entlastet. Zum Stichtag waren im besten Oktober seit 24 Jahren noch 165 650 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, berichtete am Mittwoch die Regionaldirektion Hessen der Arbeitsagentur in Frankfurt. Das waren 3800 weniger als im September und 5000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank vom September um 0,1 Punkte auf 5,0 Prozent.

Der Leiter der Regionaldirektion Hessen, Frank Martin, rechnet auch für das vierte Quartal mit einer positiven Entwicklung. Das Stellenangebot sei im Herbst auf einem hohen Niveau geblieben und die Beschäftigung entwickele sich weiter positiv. "Langzeitarbeitslose, aber auch erste Flüchtlinge haben nach Abschluss ihrer Sprachkurse dank der guten Rahmenbedingungen Anstellungen gefunden." Man sehe sich auf dem Weg bestätigt, konsequent auf Qualifizierung und Weiterbildung zu setzen, um die Chancen arbeitsloser Menschen nachhaltig zu verbessern.

Bei der Bilanz des Ausbildungsjahrs fiel die Zahl der nicht mit einer Ausbildungsstelle versorgten jungen Menschen um 13,6 Prozent auf 1584. Ihnen standen 1954 unbesetzte Lehrstellen gegenüber. Dies war ein Rückgang um 19,4 Prozent zum Vorjahr. Die Agenturen gehen davon aus, dass die Betriebe zunehmend auch vermeintlich schwächeren Jugendlichen Chancen geben. Unbesetzt blieben vor allem Lehrstellen im Einzelhandel, in der Gastronomie sowie in Nahrungsmittelberufen wie Fleischer oder Bäckerei-Fachverkäufer.

Der DGB Hessen-Thüringen forderte die Arbeitgeber auf, Abgänger aller Schulzweige sowie ältere Ungelernte auszubilden. "Bestenauslese hilft bei der Ausbildung von Fachkräften nicht weiter," erklärte die Vorsitzende Gabriele Kailing laut einer Mitteilung. "Wer das Potenzial junger Menschen nicht fördert, nur weil sie von der Haupt- oder Realschule kommen, ohne Abschluss sind oder schon etwas älter, der wird weiterhin Schwierigkeiten haben, Fachkräfte für seinen Betrieb zu finden."

Angesichts sinkender Bewerberzahlen warb die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) für die duale Ausbildung, die oft der richtige Start in einen gut bezahlten Beruf sei. VhU- Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender wies darauf hin, dass ein guter Abschluss in einem dualen Ausbildungsberuf (Notenschnitt von 2,5) in Hessen seit dem Wintersemester 2016 unmittelbar zu einem Studium berechtige.

dpa

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