Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Hessens Wirtschaft wächst und zieht mehr ausländische Investoren an

Konjunktur Hessens Wirtschaft wächst und zieht mehr ausländische Investoren an

Die Wirtschaft in Hessen brummt: Das Bruttoinlandsprodukt steigt, die Zahl der Jobs nimmt zu und immer mehr ausländische Unternehmen investieren im Land.

Voriger Artikel
Ausländische Firmen zieht es nach Hessen
Nächster Artikel
Bahn will ICE-Strecke Hannover-Kassel komplett sperren

Das Bruttoinlandprodukt in Hessen ist 2015 um 1,7 Prozent gewachsen.

Quelle: Daniel Reinhardt/Archiv

Wiesbaden. 156 ausländische Unternehmen haben sich im vergangenen Jahr in Hessen neu angesiedelt oder ihre Niederlassungen erweitert. Das ist ein Rekord, wie Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Die wichtigsten Herkunftsländer waren die USA (37 Projekte), China (36 Projekte) und Großbritannien (15 Projekte).

Japan und Korea haben neun Projekte in Hessen angestoßen, Frankreich, die Schweiz und die Türkei jeweils fünf, wie Al-Wazir weiter ausführte. "Das reicht vom kleinen Verkaufsbüro bis zur Fabrikerweiterung", sagte der Minister und fügte an: "In der Summe geht es um erhebliche Investitionen und um Arbeitsplätze, die dadurch in den kommenden Jahren entstehen."

Die Investoren würden in Hessen insbesondere die zentrale Lage, die gute Infrastruktur und die hervorragenden Hochschulen schätzen, erklärte er. Zudem seien die hohe Lebensqualität und die gelebte Internationalität in Hessen wichtige Standortfaktoren.

Die hessische Wirtschaftsleistung ist indes 2015 preisbereinigt um 1,7 Prozent gewachsen. Das Plus entsprach damit exakt dem Bundesdurchschnitt, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden auf Grundlage vorläufiger Berechnungen mitteilte.

Insbesondere die Dienstleistungen trugen mit einer Wachstumsrate von 1,9 Prozent im Vergleich zum Jahr davor zum steigenden Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Das produzierende Gewerbe legte lediglich um 0,5 Prozent zu. Das hessische BIP ist die Summe aller in dem Bundesland produzierten Waren und Dienstleistungen. 2014 war die hessische Wirtschaft um 2,4 Prozent gewachsen. Das waren 0,8 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt (1,6 Prozent).

Vor allem in den Bereichen Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation erzielten die hessischen Unternehmen eine Steigerungsrate von 2,9 Prozent. Das verarbeitende Gewerbe, der größte Teilbereich des produzierenden Gewerbes, stagnierte jedoch beinahe und legte lediglich um 0,2 Prozent zu. Das Baugewerbe verzeichnete nach Auskunft der Statistiker ein Minus von 1,6 Prozent.

Insgesamt hatten 3,34 Millionen Erwerbstätige im vergangenen Jahr einen Arbeitsplatz in Hessen. Das ist ein Prozent mehr als im Jahr 2014. In Deutschland stieg die Zahl der Jobs lediglich um 0,8 Prozent. Jeder Erwerbstätige erwirtschaftete einen Beitrag in Höhe von 78 800 Euro zum hessischen Bruttoinlandsprodukt. Das ist laut Landesamt erneut der Spitzenwert unter den deutschen Flächenländern. Er ist um zwölf Prozent höher als im Bundesdurchschnitt (70 300 Euro).

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr