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Hessens Exportfirmen rechnen mit Einbußen nach Brexit-Votum

Außenhandel Hessens Exportfirmen rechnen mit Einbußen nach Brexit-Votum

Hessens Exportunternehmen erwarten nach dem Brexit-Votum schwächere Geschäfte in Großbritannien. Mehr als jedes zweite Unternehmen (55 Prozent) rechnet mittelfristig mit einem Rückgang der Ausfuhren in das Land, wie aus einer am Dienstag in Frankfurt veröffentlichten Umfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) unter 955 Unternehmen hervorgeht.

Frankfurt/Main. Jedes vierte Unternehmen befürchtet bereits während der zweijährigen Verhandlungsphase über eine EU-Austritt Großbritanniens sinkende Exporte. Vergleichbare Bremsspuren würden auch bei den Importen erwartet.

Die Unternehmen befürchten Hemmnisse im Handel mit dem Vereinigten Königreich, zum Beispiel Zölle oder zusätzliche Steuern. Immerhin sehen 57 Prozent der Firmen, die mit Tochterunternehmen, Zweigstellen oder Filialen auf der Insel präsent sind, der Umfrage zufolge aktuell keinen Anpassungsbedarf. Fast jedes dritte Unternehmen will allerdings seine Investitionen herunterfahren. Für die hessische Exportwirtschaft ist Großbritannien nach den USA und Frankreich der drittwichtigste Auslandsmarkt. Im vergangenen Jahr führten die Unternehmen den Angaben zufolge Waren im Wert von 4,5 Milliarden Euro auf die Insel aus. Bei den Importen rangierte das Land mit einem Volumen von 3,3 Milliarden Euro auf Rang neun der wichtigsten hessischen Einfuhrländer.

dpa

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