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Hessens Arbeitskosten bundesweit an der Spitze

Arbeitsmarkt Hessens Arbeitskosten bundesweit an der Spitze

Hessen hat die höchsten Arbeitskosten in Deutschland. Mit 34,68 Euro je geleisteter Stunde lagen sie im Jahr 2012 um 13 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Dies teilte das Statistische Landesamt in Wiesbaden am Dienstag mit.

Wiesbaden. Unter den West-Ländern war der Wert 8,6 Prozent niedriger als in Hessen. Am höchsten waren die Arbeitskosten in der hessischen Pharmaindustrie mit 63,75 Euro, dicht gefolgt von den Finanz- und Versicherungsdienstleistern mit 60,45 Euro. In Westdeutschland waren es in diesem Bereich nur 47,96 Euro.

Die hohen Arbeitskosten in Hessen seien maßgeblich durch den starken Dienstleistungssektor insbesondere im Finanzbereich bedingt, hieß es. Dort stünden hessische Unternehmen auch im starken internationalen Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte. Im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung von 2008 stiegen die Arbeitskosten 2012 in Hessen aber mit 6,7 Prozent merklich langsamer an als im Bundesschnitt (plus 9,3 Prozent).

Die Arbeitskosten werden in Deutschland alle vier Jahre ermittelt. Darunter fallen im wesentlichen die Bruttoverdienste der Arbeitnehmer sowie die Sozialbeiträge der Arbeitgeber einschließlich der Kosten für die betriebliche Altersvorsorge. Hessenweit wurden vom Landesamt gut 2400 Unternehmen befragt.

dpa

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