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Hessen bleibt beliebtes Ziel

Tourismus Hessen bleibt beliebtes Ziel

Hessens Tourismusbranche hat den siebten Rekord bei den Übernachtungen und Gästezahlen in Folge erzielt. Vor allem die ausländischen Besucher sorgten für das Wachstum.

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Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen).

Quelle: S. Prautsch/Archiv

Wiesbaden. Hessen bleibt ein sehr beliebtes Ziel für Urlaubs- und Geschäftsreisende. Mit 14,5 Millionen Gästen (plus 1,4 Prozent) und einer Zahl von 32,6 Millionen Übernachtungen (plus 1,3 Prozent) in den Hotels, Pensionen und Campingplätzen wurden Rekordwerte erzielt, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Die Branche habe damit zum siebten Mal in Folge Zuwächse verzeichnet, sagte eine Sprecherin der Behörde. Nach dem Einbruch wegen der Finanzkrise im Jahr 2009 sei es stetig nach oben gegangen.

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) begrüßte die Entwicklung und betonte die Bedeutung der Branche für das Land. In Hessens Tourismus gebe es rund 200 000 Vollzeitstellen. Gerade der Anstieg von chinesischen und indischen Gästen zeige, dass sich die Tourismusbetreibe gut auf die Veränderungen eingestellt hätten und die Marketinginitiativen mit einem Internetauftritt und der Reisebroschüre in chinesischer Sprache gute Investitionen seien.

Rund 10,8 Millionen Gäste kamen im Vorjahr aus Nachbarbundesländern (plus 1,3 Prozent) und 3,7 Millionen aus dem Ausland (plus 1,7) nach Hessen, erklärten die Statistiker. Die Zahl der Übernachtungen der inländischen Gäste, die knapp vier Fünftel aller Übernachtungen ausmachte, sei mit 25,3 Millionen um ein Prozent höher als im Vorjahr. Bei den ausländischen Gästen gab es einen Zuwachs um 2,3 Prozent auf rund 7,3 Millionen Übernachtungen.

Für die Entwicklung im laufenden Jahr zeigte sich der Minister optimistisch. 2017 werde es durch die documenta in Kassel und das Luther-Jahr zusätzliche Impulse geben. Rückenwind gerade für die ländlichen Regionen erhofft sich Al-Wazir vom neuen Tourismusbeitrag. Voraussetzung dafür, dass die Kommunen mehr Geld von ihren Gästen verlangen können, ist die Anerkennung als Tourismusort.

Wenn Städte und Gemeinden im Jahr mehr als doppelt so viele Übernachtungsgäste wie Einwohner beherbergen, können sie laut dem Ministers einen Antrag stellen. Außerdem müssen sich die Orte entweder durch ihre landschaftliche Lage, durch Kultureinrichtungen wie Museen und Theater oder durch Freizeitangebote wie Rad- und Wanderwege abheben. Grundsätzlich könne jede Kommune individuell die Höhe des Beitrags bestimmen. Die eingenommenen Gelder müssten aber wieder in den Tourismus fließen.

dpa

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