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Hahn-Chef erwartet geringeren Fehlbetrag

Luftverkehr Hahn-Chef erwartet geringeren Fehlbetrag

Immer wieder gerät der Airport Hahn in negative Schlagzeilen. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Der Fehlbetrag könnte 2016 niedriger sein als 2015. Zum letzten Mal in diesem Jahr kommt wieder der Aufsichtsrat zusammen.

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Der Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen Hahn GmbH, Salvatore Barbaro.

Quelle: Thomas Frey/Archiv

Hahn. Flughafen-Hahn-Chef Markus Bunk erwartet 2016 einen geringeren Verlust als 2015. Damals betrug der Fehlbetrag des kriselnden Hunsrück-Airports 17,4 Millionen Euro. "Ich gehe davon aus, dass der Jahresfehlbetrag für 2016 geringer ausfallen wird als 2015", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Genaueres können wir erst im Folgejahr abschätzen." Kürzlich war für 2016 noch ein Verlust von 18 Millionen Euro erwartet worden. Aufsichtsratschef Salvatore Barbaro nahm vor der Sitzung dieses Gremiums am heutigen Freitag (10.00 Uhr) an dem defizitären Flughafen noch keine Stellung zum diesjährigen Fehlbetrag.

Thema im Aufsichtsrat sind auch die ersten beiden Zahlungen aus einem 34-Millionen-Euro-Darlehen des Landes Rheinland-Pfalz. Der rheinland-pfälzische SPD-Wissenschaftsstaatssekretär Barbaro sagte, er rechne wohl kommende Woche und im Januar oder Februar mit den ersten beiden Auszahlungen von jeweils ein bis eineinhalb Millionen Euro. Damit soll eine Zahlungsfähigkeit von rund vier Millionen Euro gewährleistet werden. Das wären die Kosten für zwei Gehaltsrunden plus einem Puffer von einer Million Euro.

In der Aufsichtsratssitzung geht es laut Barbaro zudem wieder um das seit etwa 2012 laufende Sanierungsprogramm am Airport. Dabei wurden unter anderem 80 Stellen gestrichen sowie die Passagierabfertigung und die Gepäckbeförderung neu strukturiert. "Ursprünglich wollten wir sechs Millionen Euro pro Jahr einsparen", sagte der Staatssekretär, der nächstes Jahr Landrat im Kreis Mainz-Bingen werden will. Mittlerweile liege diese Summe aber bei acht Millionen Euro pro Jahr.

"Mit dem Bieterverfahren beschäftigt sich der Aufsichtsrat nicht", ergänzte Barbaro. Das sei Sache der rot-gelb-grünen Landesregierung von Rheinland-Pfalz und ihrer Berater. Im Verkaufspoker sind nach dpa-Informationen noch die pfälzische Firma ADC mit dem chinesischen Partnerkonzern HNA, das US-chinesische Konsortium Henan American Machinery sowie die kasachische MG Holding. Möglichst im Januar 2017 soll ein Kaufvertrag unterzeichnet werden. Noch gehört der Hahn größtenteils dem Land Rheinland-Pfalz und zum kleinen Teil Hessen.

dpa

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