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Frankfurter Messe sieht sich als Brexit-Gewinner

Konsumgüter Frankfurter Messe sieht sich als Brexit-Gewinner

Auf der Messe "Ambiente" trifft sich in den kommenden Tagen die internationale Konsumgüterbranche. Solche Plattformen könnten nach einem Brexit gerade für die Briten noch wichtiger werden.

Frankfurt/Main. Die Frankfurter Messegesellschaft sieht sich als indirekter Gewinner des geplanten britischen EU-Ausstiegs. Man lehne zwar grundsätzlich Einschränkungen des freien Handels ab, erwarte aber gleichzeitig eine verstärkte Teilnahme britischer Aussteller, erklärte Geschäftsführer Detlef Braun am Mittwoch. Mit dem erschwerten Zugang zum EU-Binnenmarkt müssten sie stärker als bislang nach zusätzlichen Exportmöglichkeiten suchen. Dazu seien Messen mit einem starken internationalen Fokus unverzichtbar.

Bereits zur bevorstehenden Konsumgütermesse "Ambiente" (10. bis 14. Februar) haben sich 149 Hersteller von der Insel angemeldet - nach 138 im Jahr zuvor. Allerdings ist Großbritannien in diesem Jahr auch offizielles Partnerland der Messe. Die Produkte werden dort auch mit Sonderschauen und -veranstaltungen präsentiert.

Das Vereinigte Königreich ist sowohl ein wichtiger Markt als auch eines der größten Export- und Handelsländer für die auf der "Ambiente" relevanten Produkte, wie eine Analyse des Instituts für Handelsforschung (IFH) zeigt. Die Briten haben 2015 überdurchschnittlich viel Geld beispielsweise für Lederwaren, Elektro-Kleingeräte, Schmuck und Hausrat ausgegeben. Tendenziell weniger Geld investierten sie in die Ausstattung von Gärten.

Von diesem Freitag bis einschließlich Dienstag zeigen 4454 Teilnehmer (2016: 4386) ihre Produkte rund um die Themengebiete "Wohnen", "Schenken" und "gedeckter Tisch". Das Frankfurter Messegelände sei erneut bis auf den letzten Quadratmeter ausgebucht, sagte Braun. Die Weltleitmesse starte in einer günstigen Konjunkturlage mit hohem Beschäftigungsgrad, steigenden Reallöhnen und weiter wachsenden Konsumgüterausgaben im Kernmarkt Deutschland.

dpa

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